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Saison 2006

Dienstag, 27. Juni 2006 - Eine Woche nach dem Ende der 58. IWC-Tagung wollen wir noch einmal Bilanz ziehen: Zum Erschrecken aller Umwelt- und Walschutzorganisationen gelang es Japan zum ersten Mal, eine Pro-Walfang Resolution durchzusetzen. Diese Entscheidung überschattet die anderen Ergebnisse der Tagung, die durchaus positiv bewertet werden können. Es wurden verschiedene Anträge abgelehnt, die allesamt kontraproduktiv für den Schutz der Wale und der Ozeane gewesen wären:

  • Geheime Abstimmungen innerhalb der IWC wird es auch in Zukunft nicht geben; ein entsprechender Antrag blieb ohne Erfolg. Dies garantiert weiterhin die Transparenz des Gremiums
  • Die IWC wird sich weiterhin mit Kleinwalen beschäftigen - es gelang den Walfangnationen nicht, sie von der Agenda streichen zu lassen
  • Das Walschutzgebiet in der Antarktis bleibt erhalten
  • Eine kommerzielle Quote von 150 Zwergwalen für den Küstenwalfang im Westpazifik wurde abgelehnt
  • Der Antrag auf eine Quote von 150 Brydewalen wurde daraufhin wegen Aussichtslosigkeit zurückgezogen

Die Empfehlung des IWC-Wissenschaftsausschusses zur Reduzierung und Regulierung des Unterwasserlärms durch seismische Tests und Militärsonar kann ebenso positiv gewertet werden. Das im letzten Jahr in die Diskussion eingebrachte Bewirtschaftungsverfahren (RMS) wurde vorerst auf Eis gelegt. Im Rahmen des RMS haben sich einige Länder für Sanktionen für die Nichteinhaltung des Abkommens ausgesprochen - dies würde der IWC deutlich mehr Einfluss geben.

Die 59. Tagung findet im Mai 2007 in Anchorage, Alaska statt. Wir hoffen, dass die ohnehin schon äußerst knappen Mehrheitsverhältnisse der Walfanggegner nicht weiter kippen. Bitte unterstützt uns, damit wir uns weiterhin für diese faszinierenden Geschöpfe einsetzen können.

Montag, 19. Juni 2006 - Bei der noch bis morgen andauernden Tagung der IWC gelang es Japan eine Resolution durchzubringen, in der die Aufnahme des kommerziellen Walfangs gefordert wird. Zum ersten Mal in der 20-jährigen Geschichte mussten die Walfanggegner eine Niederlage hinnehmen. Mit einem denkbar knappen Ergebnis von 33 zu 32 (bei einer Enthaltung) gab Dänemark mit seiner Stimme den Ausschlag. Als einziger EU-Staat unterstützten sie die Walfangbefürworter. Dieses Abstimmungsverhalten gegen den Willen der dänischen Bevölkerung veranlasst uns, Euch um Eure Stimme zu bitten. Bitte macht mit und schickt eine E-Protestkarte an den dänischen Premierminister

Im Resolutionstext heißt es unter anderem: 'das seit 1986 bestehende Moratorium ist nicht mehr erforderlich' und die IWC 'nicht mehr funktionsfähig'. Besagtes Moratorium verbietet den kommerziellen Walfang und hat maßgeblichen Anteil daran, dass es auch heute noch Großwale in den Weltmeeren gibt. Das Fangverbot bleibt glücklicherweise nach wie vor bestehen, da für eine Änderung eine Dreiviertel-Mehrheit erforderlich ist; doch die Mehrheitsverhältnisse drohen zu kippen.

Die neuseeländische Premierministerin Clark kritisierte Japans Walfangtaktik, sprach aber von einem 'diplomatischen Sieg für Japan'. Während Norwegen ganz offen das Walfangmoratorium unterläuft, deklarieren die Japaner und Island ihren Walfang als wissen-schaftlichen Zweck. Insgesamt töten diese Nationen ca. 2000 Wale pro Jahr. Für die japanische Delegation sind 'Wale nicht schützenswert, sondern Nutztiere wie Hühner und Kühe, die gemanagt werden müssen.'

Mit dem Argument, die sich erholenden Walbestände mancher Arten würden uns die Fische wegfressen, hatten sie offensichtlich Erfolg – besonders bei den Ländern, denen bei positivem Abstimmungsverhalten bei der IWC finanzielle Hilfe versprochen wurde. Hierbei handelt es sich meist um Entwicklungsländer, deren Delegierte oftmals ohne Hintergrundwissen an den Abstimmungen teilnehmen. Das Argument an sich ist absurd: Bartenwale wie der Buckelwal sind nicht in der Lage, große und bei uns beliebte Essfische wie Thunfisch, Rotbarsch oder Lachs zu fressen, da ihr Schlund lediglich einen Durchmesser von 15-20 cm hat! Mehr dazu unter Buckelwale (Fressen Buckelwale die Meere leer?)

Dieser Rückschlag auf politischer Ebene wird uns nicht entmutigen, uns weiterhin für den Schutz der Wale und ihren Lebensraum einzusetzen. Schon jetzt ein herzliches Dankeschön an alle, die uns dabei unterstützen! 

Samstag, 17. Juni 2006 - Es gibt gute Nachrichten für Hawaii: Vollkommen überraschend hat US-Präsident George W. Bush eine Gruppe von zehn Inseln und acht größeren Atollen unter strengen Schutz gestellt. Das 75. nationale Monument der USA ist nordwestlich von Hawaii das größte Meeresschutzgebiet der Welt entstanden. Laut Bush 'ist die Inselkette Heimat eines sehr seltenen, faszinierenden Meereslebens'. Das unbewohnte Gebiet ist 362 000 Quadratkilometer groß und entspricht in etwa der Größe Deutschlands - außerdem ist es 100 Mal größer als der Yosemite Nationalpark. Es erstreckt sich über eine Länge von 2250 km und löst das australische Great Barrier Reef als global größtes maritimes Schutzgebiet ab. Kommerzieller Fischfang im neu ernannten Schutzgebiet soll innerhalb von fünf Jahren beendet werden - dies ist eine äußerst begrüßenswerte Entscheidung, handelt es sich doch um ein ca. 11 700 Quadratkilometer großes Gebiet, in dem das abgeschiedenste Korallenriff-System der Welt liegt: samt artenreiche unterseeische Berge. 90 Prozent der gefährdeten Grünen Meeresschildkröten von Hawaii legen hier ihre Eier ab. US-Medienberichten sprechen davon, dass Öko-Tourismus und Schnorcheln unter strikten Auflagen erlaubt bleiben soll.

Freitag, 16. Juni 2006 - Auf der Karibikinsel St. Kitts & Nevis beginnt heute die 58. Tagung der Internationalen Walfangkommission (IWC). Zum ersten Mal seit Beginn des Verbotes des kommerziellen Walfangs könnten Befürworterstaaten die Mehrheit erlangen. In den letzten Jahren sind immer mehr Entwicklungsländer der IWC beigetreten: leider oftmals nicht im Interesse der Wale, sondern im Interesse Japans, das mit Entwicklungshilfe- geldern diese Staaten bei der Abstimmung zu seinen Gunsten beeinflusst. Vielen der Delegierten dieser Länder mangelt es an grundsätzlichen Informationen über den kommerziellen Walfang und dem Walschutz überhaupt.

Donnerstag, 25. Mai 2006 - Dan, Gründer von Whalesong, spricht heute auf der jährlich stattfindenden Konferenz der 'Hawaii Museums Association' über unser Projekt. Im Maui Arts & Cultural Center wird er eine Präsentation im Rahmen der Session 'Place, Space, Voice' halten, die unter der Überschrift 'Learning from Non-Museum Settings' steht. In dieser Vortragsreihe geht es um die Herausforderung, eine 'Stimme' innerhalb der Gemeinschaft zu verbreiten. Es ist genau die Frage, die uns seit Beginn von Whalesong beschäftigt: wie können wir die Stimme der Wale in die Welt bringen, damit diese Tiere endgültig geschützt werden...

Montag, 15. Mai 2006 - Heute endet die offizielle Walsaison, die am 15. Dezember begann. Einige Wale werden noch auf dem Weg nach Alaska sein, während die meisten dort schon angekommen sind und bis zu einer Tonne Nahrung täglich zu sich nehmen. Bis die Wale wieder nach Maui kommen spielen wir eine unserer Aufnahmen. Die Boje wird in den nächsten Wochen aus dem Wasser geholt, um die notwendigen Wartungsarbeiten durchzuführen.

Freitag, 11. Mai 2006 - Wir haben unsere Webseite leicht umgestaltet: die Übersichtlichkeit wurde verbessert und auf dem Weg zur 'barrierefreien Internetseite' haben wir große Fortschritte gemacht - wir freuen uns auf weitere Anregungen zur Verbesserung unserer Internetpräsenz!

Donnerstag, 4. Mai 2006 - Im Juli 2004 ereignete sich ein äußerst ungewöhnlicher Zwischenfall in der Hanalei Bay auf Kauai: 200 Breitschnabeldelfine, eigentlich nur in tiefen, über 20 km von der Küste entfernten Gewässern zu finden, entgingen nur knapp einer Massenstrandung. Siehe unseren Logbuch-Eintrag vom 24. Juli 2004.

Ein kürzlich veröffentlichter Bericht besagt, dass Sonarversuche der Navy der wahrscheinlichste Grund für dieses Verhalten war. Weitere Informationen gibt es im Zeitungsbericht des San Francisco Chronicle - leider nur auf Englisch.

Freitag, 28. April 2006 - Im Fotoalbum gibt es neue Buckelwalfotos zu sehen: schaut doch einfach mal rein: es lohnt sich!

Foto Full breach    Foto Brustflosse aus nächster Nähe

Dienstag, 25. April 2006 - Heute ist der 9. Tag gegen Lärm!

Logo Tag gegen Lärm 2006

Lärm wird für den Menschen immer mehr zu einer Belastung, für den Lebensraum Ozean sogar zur Gefahr: zunehmende Lärmbelästigung stört die Navigation der Wale, sei es durch Explosionen unter Wasser  bei der Suche nach neuen Erdöl- oder Erdgasvorkommen, zunehmendem Schiffsverkehr oder durch die Erprobung neuartiger Sonarsysteme im tief- und mittelfrequenten Bereich. Hierbei handelt es sich um hochleistungsfähige Systeme zum Aufspüren leiser Schiffe oder U-Boote, die extreme Lautstärken von bis zu 235 db produzieren können: mit dem Navy Umrechnungsfaktor entspricht dies dem Pegel, der ca. 7 Meter entfernt von einer startenden Saturn V-Rakete herrscht!

Zum Vergleich: Für das menschliche Ohr wird es ab 85 db gefährlich. Laut Berufsgenossenschaft ist das Gehör ab 90 db auf Dauer gefährdet! Im Ohr befinden sich ca. 20.000 Haarzellen; eine durch zu hohe Lärmbelastung geschädigte Haarzelle zermürbt und stirbt ab. Schwerhörigkeit ist unheilbar, denn Haarzellen können nicht nachwachsen! 

Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Unterwasserlärm und der leider zunehmenden Zahl von Walstrandungen sind mittlerweile erdrückend.

Im Gegensatz zum Menschen können Wale und andere Meeresbewohner nicht einfach die Fenster schließen oder Gehörschutz tragen. Sie sind schutzlos dem Lärm ausgeliefert - der Verlust des Gehörs ist oftmals gleichbedeutend mit dem Tod der Tiere, da sie sich nicht mehr orientieren können. Mehr dazu im Logbuch-Eintrag vom 23. März 2006

Montag, 24. April 2006 - Leider haben wir momentan Probleme mit dem Provider des Live-Sounds. Bis diese gelöst sind müssen auf unser Archiv verweisen... wir hoffen, bald wieder live auf Sendung zu sein.

Samstag, 22. April 2006
Logo Earth Day 2006

Heute ist 'Earth Day'!

Bereits zum 3. Mal beteiligt sich Whalesong am 'Earth Day'. Unsere  Zusammenarbeit mit dem Sirius Institut in Puna, Hawaii begann im Jahr 2004. Das Forschungsinstitut, dass sich mit der Kommunikation von Delfinen beschäftigt, bat uns, zum 'Earth Day' Live-Gesänge von Buckelwalen vor der Küste Mauis zur Verfügung zu stellen. Damals musizierten hawaiianische Musiker zu den live eingespielten Gesängen auf der Bühne.

‚Whales sing to the Stars' war dann das Motto am 'Earth Day 2005' im April vergangenen Jahres - zum ersten Mal in der Geschichte wurden Live-Walgesänge von Whalesong direkt ins All gesendet! Das DeepSpace Communication Network aus Florida ermöglichte es, die Buckelwalgesänge mit fast 300.000 km pro Sekunde 18 Billionen Kilometer weit ins All zu senden.

Auch heute werden Live-Buckelwalgesänge, die mit unserem System 'aufgefangen' werden, mittels einer fünf Meter großen Parabolantenne ins Weltall übermittelt. Bis zu einer Entfernung von etwa 3,5 Lichtjahren werden die Stimmen der Buckelwale nachweisbar sein.

Getreu dem Motto: 'Man schützt nur, was man kennt' wollen wir den Stimmen der Buckelwale vor Hawaii ein 'Mikrofon leihen', die sonst ob des Lärms unserer modernen Welt nicht gehört werden können. Die Idee, diese wunderbaren Gesänge über unseren 'Blauen Planeten' hinaus zu senden hat uns von Anfang an begeistert.

Ostersonntag, 16. April 2006

Whalesong wünscht allen Freunden und Interessierten ein gesegnetes Osterfest!

Das alljährlich im Ritz-Carlton Kapalua stattfindende Festival 'Celebration of the Arts' steht in diesem Jahr unter dem Motto 'Kukulu I Ho'oilina', was soviel bedeutet wie: 'Die Errichtung eines Vermächtnis'. Es ist eines der bedeutendsten Veranstaltungen im Hinblick auf den Dialog der beiden Kulturen hier auf den Inseln. Wir sind sehr stolz darauf, zum wiederholten Male zu diesem Event eingeladen zu werden. Unser Team auf Maui wird über die Ostertage  unsere Organisation vorstellen und Wissenswertes über Buckelwale weitergeben - dazu werden wir die Walgesänge live einspielen. Noch immer sind Wale in den Gewässern um Maui zu hören, auch wenn sich bereits viele wieder auf den Weg nach Alaska gemacht haben.  

Mittwoch, 5. April 2006 - Ein fast 90 minütiger Stromausfall in weiten Teilen von Maui (am frühen Dienstag Morgen unserer Zeit) hatte unser System gestern außer Gefecht gesetzt. Dieser Umstand hat es auf die Titelseiten der lokalen Presse geschafft, nachdem es bereits im Dezember 2005 ein ähnliches Problem gab. Da der 12 Megawatt Dieselgenerator nicht vor Mitte 2007 ersetzt werden kann ist mit weiteren Zwischenfällen zu rechnen.

Viele Buckelwale haben bereits wieder die lange Wanderung in die nahrungsreichen Gewässer von Alaska angetreten. Trotz dieser Tatsache sind die Gewässer um Maui von Walgesängen erfüllt: hört einfach mal rein!

Donnerstag, 23. März 2006 - Dr. Marsha Green vom Ocean Mammal Institute hielt heute einen Vortrag über die zunehmende Lärmverschmutzung der Ozeane. Sie gab drei 'Hauptlärmquellen' an:

Boots- und Schiffsverkehr: In ihren Studien fand sie heraus, dass Wale ab 120 db Verhaltensänderungen an den Tag legen. Diesen Lärmpegel erreichen bereits kleinere Boote, wie sie hier auf Maui zuhauf unterwegs sind. Die Wale schwimmen 2 bis 3 Mal schneller als sonst, um dem Lärm zu entkommen. Supertanker, die mit ihren 190 db 3.200 mal (!) lauter sind, kündigen ihr Kommen unter Wasser bereits einen Tag vorher an!

Air guns: Diese werden von der Industrie eingesetzt, um Öl- und Gasvorkommen unter Wasser zu orten. In Zeiten knapper werdender Rohstoffe nimmt der Einsatz der so genannten 'air guns' dramatisch zu. Mit deren Hilfe wird mittels Sound der Meeresboden 'abgetastet'. Alle 5 Sekunden wird ein ca. 250 db lauter 'sound blast' abgesetzt. Hyrofone nehmen das Echo auf und somit lässt sich feststellen, ob sich Öl- oder Gas unter dem Meeresboden befinden. 250 db ist 3,2  Millionen mal lauter als 120 db und das Lauteste, was Menschen bisher an Lautstärke produzieren konnten (abgesehen von Dynamit). Momentan gibt es in den USA Bestrebungen, die gesamte US-Küste mit 'air guns' 'abzutasten'.

Sonar: Hier sind die hauptsächlich militärisch genutzten Sonarsysteme gefährlich: niedrig- und mittelfrequente Systeme, die leise U-Boote detektieren sollen. Die Normallautstärke ist hier 215 db: diese Lautstärke ist laut Navy-Angabe in einem Gebiet von 3,9 Mio. Quadratkilometern zu hören! Somit ist ein Sonartest im gesamten Nordpazifik hörbar. Das Problem hierbei ist, dass diese Test oftmals in Gebieten durchgeführt werden, in denen sich Wale befinden. So ist es nicht verwunderlich, dass es eine signifikante Zunahme von Walstrandungen gibt, die mit Sonarversuchen in Verbindung gebracht werden.  

Besonders empfindlich sind hier die Schnabelwale: der letzte Zwischenfall wurde am 17. März veröffentlicht: 4 Schnabelwale strandeten am 26. Januar an der spanischen Küste bei Almeria. Die Autopsie ergab Anzeichen der Taucherkrankheit, die man bei Meeressäugern bisher für unmöglich hielt. Da Schnabelwale Tieftaucher sind, könnte ein zu schnelles Auftauchen diese Symptome verursachen. Als 'wahrscheinlichste Ursache' werden in diesem Bericht die Versuche mit mittelfrequenten Sonar der britischen Navy angegeben. 

Weitere Verletzungen, die in diesem Zusammenhang festgestellt wurden sind geplatzte Trommelfelle, Blutungen an Augen und Ohren und oftmals auch innere Blutungen in der Lunge, im Herz und an anderen Organen.

Wir sehen es als unsere Aufgabe Bewusstsein für diese zunehmende Bedrohung zu schaffen. Der 'Stille Ozean' ist keineswegs ein Ort der Ruhe - wir wollen mit unserer Liveübertragung die positive Seite beleuchten und die Töne übertragen, die schon seit Jahrtausenden in den Weltmeeren zu hören sind. 

Mittwoch, 22. März 2006 - Die letzten Tage über gab es einige Stürme, die über Maui hinwegzogen. Die unruhige See beeinträchtigt leider die Übertragungsqualität und so kann es zu Störungen kommen. Momentan können wir daran wenig ändern außer auf eine ruhigere Wetterlage zu hoffen...

Donnerstag, 16. März 2006 - Nach einem Jahr zum ersten Mal wieder rausfahren: heute Nachmittag war es soweit und kaum waren wir auf dem Meer, sahen wir das erste Walbaby mit seiner Mutter – ganz aktiv versuchte es seine Mutter zu imitieren, die verschiedene Verhaltensweisen vormachte: die Fluke seitlich aus dem Wasser werfen, mit der Brustflosse 'winken', auf dem Rücken liegend beide Brustflossen aus dem Wasser recken – eine halbe Stunde lang übte der kleine Wal, bis die beiden weiterzogen. Premiere war die Sichtung eines ca. 2 Meter langen Hammerhais, der sich durch unser Boot nicht beeindrucken ließ und sich an der Wasseroberfläche tummelte. Als dann ein Walbaby mit Mutter und einem weiteren Buckelwal (wird als Eskorte bezeichnet) gemeinsam im Sonnenuntergang abtauchte, war uns wieder einmal bewusst, wie wichtig es ist, sich für diese wunderbaren Geschöpfe und ihren Lebensraum einzusetzen.

Mittwoch, 15. März 2006 Silke und Markus sind wohlbehalten im Whalesong Büro auf Maui angekommen. Dan berichtet über die Arbeit der letzten Tage: 'Hokumoanalani', unsere schwimmende 'Technikinsel', die Verbindung zwischen den Geräuschen des Ozeans und des Internets, lief die letzten Tage über tadellos. Er sendet ein 'Mahalo' an Jeanette Clark, die bei einer Reparatur in der Dämmerung bei rauher See geholfen hat. Kurz bevor wir hier ankamen wurde Raina Ferris aus Aotearoa (Neuseeland) verabschiedet. Sie war bereits in der letzten Saison hier: ihren 'Haka' findet ihr im Archiv.

Sonntag, 12. März 2006 Wir gratulieren Whalesong 'Board of Directors' Mitglied George Kahumoku zum Gewinn des Grammy in der Kategorie 'Bestes Album des Jahres' in der Rubrik 'Hawaiian Music'. Mehr darüber auf www.kahumoku.com. Zwei junge Musiker, die das Album mit einspielten, wurden von George unterrichtet und gefördert. Whalesong Maui hat einen Fond namens 'Mele No Ka Oi' eingerichtet, um weiteren einheimischen jungen Musikern die Teilnahme am jährlichen Workshop von George Kahumoku zu ermöglichen.

Freitag, 3. März 2006 - wir sind wieder LIVE auf Sendung!

Donnerstag, 2. März 2006 - Der Server von 'Live 365' ist momentan leider ausgefallen - wir hoffen, dass das Problem im Laufe der Nacht behoben wird. So lange gibt es Walgesänge es bei uns im Archiv.

In den letzten Tagen konnte man immer mal wieder ein Brummen hören, verursacht durch das Ladegerät der Solarpanels: wir arbeiten an einer technischen Lösung für diesen Umstand.

Samstag, 18. Februar 2006 - Die Boje wurde gestern wieder repariert. Rechtzeitig zum 'Whale Day' in Kihei, sind wir live auf Sendung. Das jährlich stattfindende Festival ist 'Maui's Feier zur Ehrung der Wale' findet in unmittelbarer Nähe zu unserem Whalesong Büro statt. Unser Team auf Maui wird mit einem Stand präsent sein, Walgesänge einspielen und Wissenswertes über Buckelwale weitergeben. 

Donnerstag, 16. Februar 2006 - Leider ist die Boje im Laufe der heutigen Nacht ausgefallen. Dan und Kent werden versuchen den Fehler so schnell wie möglich zu beheben. Bis dahin läuft die 'Kalama Lullaby' CD.

Mittwoch, 15. Februar 2006 - Das Ausbringen der Boje wurde im Bild festgehalten: schaut einfach mal im Fotoalbum vorbei...

Foto Letzte Vorbereitungen an der 'Kihei Boat Ramp'    Foto Kent bringt die Whalesong Fahne an der Boje an

Samstag, 11. Februar 2006 - Ein erneuter Reparaturversuch an der Boje war in der Morgendämmerung auf Maui erfolgreich! Es verlief nicht ohne Spannung, da das Problem als auch die Lösung eine echte Herausforderung für unser Team vor Ort darstellte... und der Ozean nun mal eine recht ...flüssige... Arbeitsumgebung ist. 

Die Walgesänge waren am gestrigen Abend sehr intensiv und schön! Sie unterscheiden sich deutlich von den Gesängen der vergangenen Walsaison. Dr. Jim Darling, einer der führenden Wissenschaftler auf dem Gebiet der Walgesänge, bestätigte unsere Beobachtungen in einem Gespräch mit ihm auf dem 'Whale Quest Festival' an diesem Wochenende. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass die Gesänge der Buckelwale Brasiliens und Afrikas identisch sind,  während die Wale vor den Philippinen und Hawaii einen anderen 'Song' singen. Er glaubt, dass alle Buckelwale in der nördlichen Hemisphäre einen einheitlichen Gesang haben, und dass das gleiche Phänomen in der südlichen Hemisphäre existiert. 

Freitag, 10. Februar 2006 - Kräftige Winde und ein umgestürzter Baum haben gestern zu einem Stromausfall in Kihei geführt. Durch ein Notstromaggregat gesichert, lief unser System ungestört weiter: so war es möglich beim der Veranstaltung 'Whale Quest' Live-Gesänge einzuspielen. Unser Team auf Maui präsentiert unsere Organisation im Ritz Carlton Resort in Kapalua an diesem Wochenende. Gegen 18.00 Uhr deutscher Zeit fiel das System allerdings aus. Ein erster Reparaturversuch war leider erfolglos. Die See war rau und so konnte die heikle Reparatur nicht durchgeführt werden. Wir werden morgen einen weiteren Versuch starten. 

Dienstag, 7. Februar 2006 - Das Wetter war heute auf unserer Seite! Dan, Kent und drei Freiwillige konnten die instand gesetzte Boje im Laufe des Nachmittags ausbringen. Somit sind wir wieder

LIVE AUF SENDUNG!

Es ist eine ganze Menge los - hört selbst, wie die Wale singen!

Mittwoch, 18. Januar 2006 - Hokumoanalani, unsere Whalesong Boje wird momentan repariert. An verschiedenen Orten auf Maui wird kräftig gearbeitet: der Schwimmkörper ist bereits mit einer neuen Antifouling-Farbe gegen Bewuchs gestrichen, die Solarmodule sind eingetroffen und einige Störgeräusche konnten abgestellt werden. Die Sendetechnik muss nun noch neu verkabelt werden bevor die Boje wieder montiert werden kann. Wir hoffen in den nächsten 14 Tagen online zu sein. 

Die Reparatur hat leider mehr gekostet als wir geplant hatten. Wie wäre es mit einem der neuen Mini-Poster aus unserem Shop um unser Projekt auf diese Weise zu unterstützen? 

Foto Fluke vor Big Island   Foto Breach vor den West Maui Mountains

Schaut doch bitte einfach mal vorbei! Im Voraus schon herzlichen Dank für eure Unterstützung!

Samstag, 7. Januar 2006 - Das Kinder- und Jugendmagazin Lissy berichtet über Whalesong im aktuellen Januar Heft, welches Deutschlandweit in einer Auflage von über 200.000 Exemplaren erscheint. Den Artikel findet ihr in der Presse-Rubrik.

Scan Lissy Kinder- und Jugendmagazin

Samstag, 24. Dezember 2005

Wir wünschen euch ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Start ins Neue Jahr! 

Vielen Dank für euer Interesse an unserem Projekt. Euer Begleiten ermutigt uns die begonnene Arbeit weiter voranzutreiben. Bitte seid uns auch im neuen Jahr weiter treu! Frohes Fest! 

Mittwoch, 21. Dezember 2005 - Die Whalesong Jury hat entschieden: Es war die erwartet schwere Entscheidung, da alle Bilder - auf ihre Art - schön sind und wir gesehen haben, wie viel Mühe ihr euch alle gegeben habt. Wir haben uns wirklich sehr gefreut, dass so viele mitgemacht haben - VIELEN DANK AN ALLE! Jetzt wollt ihr natürlich wissen, wer gewonnen habt - schaut doch schnell mal nach...

Freitag, 16. Dezember 2005 - Es ist soweit: all eure Bilder von unserem Malwettbewerb sind jetzt online! Schaut selbst, wie viele Kunstwerke zusammen gekommen sind - viel Spaß!

Donnerstag, 15. Dezember 2005 - Heute beginnt die offizielle Walsaison auf Maui. Bis zum 15. Mai 2006 sind bestimmte Wassersportarten eingeschränkt, um die Wale in ihrer Kinderstube besser zu schützen.

Unser Malwettbewerb war ein voller Erfolg: wir freuen uns sehr über viele tolle Bilder und liebe Worte, die uns erreicht haben. Heute sind die letzten Bilder eingegangen - ab morgen sind sie in unserer neuen Rubrik 'Kids & Teens' zu sehen. Habt bitte noch ein wenig Geduld mit uns - unsere Jury (die angesichts der tollen Bilder wirklich keine einfache Aufgabe hat) wird bis Mittwoch, 21.12. die Gewinnerbilder auswählen.

Dienstag, 13. Dezember 2005 - Großer Erfolg für die 'Silent Oceans' Kampagne! Die UNO hat das Problem der zunehmenden Belastung durch Unterwasserlärm erkannt und Ende November eine Resolution verabschiedet, die Auswirkungen davon auf die Meeresressourcen zu prüfen. Der Lärmpegel in den Ozeanen hat sich in den letzten 60 Jahren jedes Jahrzehnt verdoppelt! 

Die Schweizer Organisation OceanCare gründete 2002 eine 'Europäische Koalition für lärmfreie Ozeane (ECSO)', die sich seither erfolgreich für eine Eindämmung dieser größer werdenden Gefahr einsetzt.

Donnerstag, 1. Dezember 2005

Whalesong Malwettbewerb - nur noch 2 Wochen...

...habt ihr die Gelegenheit, eure Bilder zum Thema Wale zu uns zu schicken. Weitere Infos zu unserem Malwettbewerb findet ihr hier! Die ersten Bilder sind bereits bei uns eingetroffen und wir stellen fest, dass es eine schwere Entscheidung wird, aus all den tollen Bilder die Sieger zu ermitteln... 

Wir hoffen auf weitere Bilder - also setzt euch hin und malt :-)

Dienstag, 22. November 2005 - Heute hat das Wetter auf Maui mitgespielt: einem sechsköpfigen Team gelang es, die Boje an Land zu bringen. Zwei Versuche im Vorfeld scheiterten an der schlechten Witterung. Jetzt gilt es, das System so schnell wie möglich wieder in Gang zu bringen, die Algen von der Boje zu entfernen und den Schwimmkörper neu zu streichen. All das wird in den nächsten Tagen geschehen...

Foto Kent kurz vor dem Einholen der Boje Foto Hokumoanalani an der Rampe von Kihei Harbour Foto Kent, unser Techniker, inspiziert sofort die Elektronik

Mehr Fotos gibt es im Fotoalbum

Freitag, 11. November 2005 - Die ersten Buckelwale dieser Saison wurden gesichtet! Uns wurde berichtet, dass bereits letzte Woche Mittwoch ein Wal am Strand von Makena, Maui gesehen wurde. Bis wir wieder 'live' auf Sendung gehen können, gilt es technische Herausforderungen zu lösen. Das System muss komplett überholt werden - schaut selbst, wie die Boje nach wenigen Monaten im Wasser aussieht...

Foto Starker Algenbewuchs zwingt uns, die Boje einzuholen  Foto Selbst über Wasser ist der Algenbewuchs sichtbar  Foto Ankerleine und Hydrofon- kabel sind vollständig bewachsen

Es wird uns einiges an Zeit und Geld kosten, um das System wieder in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Salzwasser ist in die Boje eingedrungen und hat die Elektronik beschädigt. Wir freuen uns über jede Spende - so klein sie auch sein mag, jeder Betrag hilft uns!

Whalesong e.V.
Umweltbank Nürnberg
BLZ: 760 350 00
Konto: 606 006 

Donnerstag, 27. Oktober 2005 - In den letzten beiden Tagen strandeten über 130 Grindwale an der Küste Tasmaniens. Trotz des unermüdlichen Einsatzes von Freiwilligen konnten leider nur wenige Wale gerettet werden. Bestätigte Informationen über die Gründe der Massenstrandung liegen noch nicht vor - ein Sprecher des Verteidigungsministeriums bestätigte die Anwesenheit von 2 Navy Schiffen in der Umgebung, bestritt jedoch einen direkten Zusammenhang des Sonareinsatzes mit den Walstrandungen. Noch ist unklar, ob die Grindwale obduziert werden. Es ist bereits die 5. Massenstrandung innerhalb eines Jahres! Quelle: ABC News Online

Samstag, 22. Oktober 2005  

Macht mit beim Whalesong Malwettbewerb!

Whalesong veranstaltet einen Malwettbewerb für Kinder und Jugendliche. Bis 30. November habt ihr Zeit, Bilder zum Thema Wale einzusenden. Jede Maltechnik ist herzlich willkommen - ihr könnt eurer Fantasie freien Lauf lassen. Die Bilder sollten maximal DIN A4 Größe (also max. 21x30 cm) haben. Die besten drei Einsendungen erhalten eine Whalesong CD! Alle Bilder werden in einer neuen Rubrik zu Beginn der offiziellen Walsaison am 15. Dezember vorgestellt. Wie kommen die Bilder zu uns? Bitte unter Angabe von Namen und Alter entweder per E-Mail an:

malwettbewerb@whalesong.info 

oder per Post an folgende Adresse:  
 
Whalesong e.V.
Markus Enderle
Friedrichstr. 62
76437 Rastatt

Wir freuen uns schon auf eure Beiträge und hoffen, dass ihr euch rege beteiligt. Viel Spaß beim Malen!

Sonntag, 16. Oktober 2005 - Das Wissenschaftsmagazin Science hat eine Studie veröffentlicht, die zeigt, dass die Buckelwale nicht die einzigen Meerestiere sind, die von Alaska nach Hawaii wandern. Die Wissenschaftler des 'National Marine Fisheries Service (NMFS)', 'Monterey Bay Aquarium' und des 'Alaska Department of Fish and Game' fanden heraus, dass einige Lachshaie (ein enger Verwandter des Weißen Hais) ebenfalls die lange Wanderung von Alaska nach Hawaii auf sich nehmen. Dabei tauchen sie bis zu 750 Meter tief und durchwandern Wassertemperaturen von 2 bis 24°C. Das kalte Wasser hat eine Verlangsamung ihres Herzschlages zur Folge. Das würde auch beim Menschen so sein, nur mit dem Unterschied, dass unser Herz aufhören würde zu schlagen, während das Herz des Hais immer weiter schlägt...