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Saison 2005 Freitag, 26. August 2005 - Wir haben die Sommerzeit genutzt, um unser Fotoalbum zu erweitern. Von den Anfängen des Projektes bis zu tollen Buckelwalfotos ist nun alles dokumentiert - schaut einfach mal rein ins 'Fotoalbum' Freitag, 15. Juli 2005 - Die FAHRlife, das Kundenmagazin der BKK Fahr, fragt in ihrer aktuellen Ausgabe: 'Können Wale singen?' Nachzulesen in unserer Rubrik Presse Mittwoch, 13. Juli 2005 - Ein herzliches 'mahalo' (danke) an den Frauenkreis der Evangelischen Petrusgemeinde in Rastatt. Im Rahmen eines 2-stündigen Diavortrags durften wir 'Land und Leute' und natürlich unser Projekt vorstellen. Samstag, 25. Juni 2005 - Das Walfangverbot bleibt erhalten! Das ist die positive Nachricht der gestern zu Ende gegangenen 57. Jahrestagung der IWC in Südkorea. Der Kampf um die Wale ist allerdings noch lange nicht gewonnen. Die Mehrheitsverhältnisse in der Kommission verschieben sich von Jahr zu Jahr, unter anderem durch den Stimmenkauf der Japaner. Die Japaner haben erstmals angekündigt im Rahmen ihres umstrittenen Wissenschaftsprogramm Finn- und Buckelwale zu jagen. Beide Großwale gelten als gefährdet! Somit werden Wale weiterhin gejagt und auch die Einrichtung weiterer Schutzgebiete ließ sich leider nicht durchsetzen. Positiv zu werten ist eine von Australien eingebrachte, wenn auch unverbindliche Resolution, die den wissenschaftlichen Walfang Japans verurteilt und zum Verzicht aufruft. Dieser Antrag wurde mit 30 zu 27 Stimmen angenommen. Die Fronten sind weiter verhärtet und wieder gab es keine Annäherung. Wir werden uns weiterhin im Rahmen unserer Möglichkeiten dafür einsetzen, dass immer mehr Menschen die Faszination selbst erfahren, die von diesen Geschöpfen ausgeht! Schon jetzt ein herzliches Dankeschön an alle, die uns dabei unterstützen! Donnerstag, 23. Juni 2005 - Auch am heutigen Tag musste Japan eine Abstimmungsniederlage hinnehmen. Der Antrag 150 Zwergwale pro Jahr an den japanischen Küsten abschießen zu dürfen wurde vom 29 zu 26 Stimmen abgelehnt: die erforderliche Dreiviertelmehrheit wurde somit nicht erreicht. Mittwoch, 22. Juni 2005 - Die 57. Jahrestagung der IWC in Ulsan begann mit einem Angriff Japans auf das seit 19 Jahren bestehende Fangverbot. Das Fangverbot hätte laut Antrag Japans durch ein Bewirtschaftungsverfahren (RMS) ersetzt werden sollen. Dieses RMS beinhaltete den kontrollierten Walfang. Glücklicherweise wurde dieser Antrag jedoch abgelehnt. In weiteren Punkten musste die Walfangnation eine Abstimmungsniederlage hinnehmen: geheime Abstimmungen in der Zukunft wurden ebenso abgelehnt wie der Vorschlag Diskussionen über neue Walschutzgebiete von der Tagesordnung zu nehmen. Allerdings kündigten die Japaner an, in ihrem sehr umstrittenen Wissenschaftsprogramm erstmals Großwale wie Finn- und Buckelwale abschießen zu wollen. Montag, 20. Juni 2005 - Heute beginnt die 57. Tagung der Internationalen Walfangkommission IWC in Ulsan, Südkorea. Zum ersten Mal seit Beginn des Verbotes des kommerziellen Walfangs könnten Befürworterstaaten die Mehrheit erlangen. In den letzten Jahren sind immer mehr Entwicklungsländer der IWC beigetreten - leider oftmals nicht im Interesse der Wale, sondern im Interesse Japans, die mit gezahlten Entwicklungshilfegeldern für diese Staaten die Abstimmung zu ihren Gunsten beeinflussen. Vielen der Delegierten dieser Länder mangelt es an grundsätzlichen Informationen über den kommerziellen Walfang und dem Walschutz überhaupt. Allen vor Ort aktiven NROs (Nichtregierungsorganisationen) wünschen wir viel Kraft und Energie, um positiven Einfluss besonders auf diese Delegierten ausüben zu können. Mittwoch, 15. Juni 2005 - Das UN-Konsultationsverfahren zu Ozeanen und Seerecht (UNICPOLOS) fand in der letzten Woche vom 6. bis 10. Juni in New York statt. Die 'Ocean Noise Coalition' (eine Vereinigung von mehreren Organisationen, die sich des Themas des zunehmenden Unterwasserlärms angenommen haben) konnte nach erfolgreicher Vorarbeit im Jahre 2004 erreichen, dass die UN Schritte einleitet, um den Unterwasserlärm zu regeln. Die Europäische Koalition für lärmfreie Ozeane (ECSO) wurde im Jahre 2002 von der Schweizer Organisation 'OceanCare' (früher asms) gegründet. Donnerstag, 19. Mai 2005 - Das Team der Gamekids war zum wiederholten Male in dieser Saison auf Besuch im Whalesong Büro. Das Pilotprojekt des Kinderkanals von Time Warner 'Oceanic Cable Channel 16' läuft bisher ausschließlich auf Hawaii. Nachdem der erste Teil zu Beginn der Walsaison ausgestrahlt wurde konnte man den 2. Teil über Whalesong am letzten Wochenende sehen. Sonntag, 15. Mai 2005 - Die Buckelwale haben Hawaii verlassen - heute endet die offizielle Walsaison, die am 15. Dezember begann. Einige Wale werden noch auf dem Weg nach Alaska sein, während die meisten dort schon angekommen sind und bis zu einer Tonne Nahrung täglich zu sich nehmen. Momentan spielen wir eine unserer Aufnahmen. Montag, 9. Mai 2005 - Nur noch wenige Buckelwale tummeln sich in den Gewässern um Hawaii - die meisten sind bereits Richtung Norden unterwegs. Nach wie vor ist das Meer unruhig und eine Reparatur an unserem Hydrofon unmöglich. Daher spielen wir eine Aufnahme, die Kent am 6. April zwischen Molokini und Kaho'olawe gemacht hat. Wir überarbeiten momentan unser Fotoalbum, der BNN Artikel ist in der Rubrik Presse verfügbar. Ein herzliches Danke an alle, die uns in dieser Walsaison unterstützt haben! Freitag, 6. Mai 2005 - Ausgerechnet jetzt gibt es Störungen an unserem Soundsystem... Nach dem Artikel in der Mittwochsausgabe der BNN (Badische Neueste Nachrichten) wird unsere Seite sehr oft besucht. Wir entschuldigen uns für die Probleme und legen euch unsere Gesänge im Archiv ans Herz. Die unruhige See macht eine Reparatur momentan unmöglich. Montag, 25. April 2005 - Erfolgsmeldung! Es hat funktioniert - unsere Walgesänge wurden am Earth Day erfolgreich ins Weltall gesendet. Jim Lewis, Vizepräsident von Communications Concepts aus Cape Canaveral, Florida berichtet von den Schwierigkeiten: 'Wir haben die Liveübertragung fast den gesamten Mittag überwacht und keine Wale hören können - dann gegen 16.00 Uhr (Ortszeit - 22.00 Uhr MESZ) hörten wir Wale. Sofort schalteten wir den Transmitter an und schickten die Walegesänge ins Weltall.' Mit fast 300.000 km pro Sekunde wurden die Gesänge 18 Billionen Kilometer weit ins All gesendet. Viel Spaß dort oben! Freitag, 22. April 2005 - Heute ist Earth Day und Whalesong beteiligt sich mit dem Sirius Institut in Puna, Hawaii und dem DeepSpace Communication Network in Florida an einer einmaligen Aktion: 'Whales sing to the Stars' 'Während Lieder von Buckelwalen Teil einer Aufnahme waren, die an Bord des Raumschiffes Voyager zum Planeten Jupiter gesendet wurden, stellt diese Aktion das erste Mal dar, dass Livegesänge direkt ins All gesendet werden' sagt Jim Lewis von DeepSpace. Das Signal, übermittelt mit einer 5 Meter großen Parabolantenne, wird bis zu einer Entfernung von etwa 3,5 Lichtjahre nachweisbar sein. Für Dr. Michael Hyson, Forschungsleiter des Sirius Institutes geht ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung: 'Wir denken, dass es wichtig ist die Meeressäuger, die ältesten empfindsamen Wesen, zu unserem Earth Day einzuladen und ihnen zuzuhören.' Bereits im letzten Jahr wurden Walgesänge von Whalesong live eingespielt und dazu musiziert. Wir freuen uns sehr, zu diesem besonderem Event beitragen zu können und hoffen, dass die Wale kräftig singen :-) Donnerstag, 21. April 2005 - Wir sind wieder live auf Sendung! Da die meisten Wale allerdings schon in Richtung Alaska unterwegs sind, hört man sie nur noch im Hintergrund singen. Sonntag, 17. April 2005 - Das Rastatter Wochenmagazin hat uns bereits Ende März mit einer Titelstory bedacht. Einfach auf eine der beiden Seiten klicken, um eine größere Darstellung zu bekommen. Samstag, 16. April 2005 - Das Problem mit unserem Hydrofon ist leider schwerwiegender als befürchtet. Kent ist gestern mit dem Kajak zur Boje, konnte jedoch keine Reparatur durchführen. Dazu werden wir ein Boot und Zeit benötigen. Die Aufnahmen, die ihr zur Zeit hört entstanden am 10. April zwischen Molokini und Kaho'olawe während einer Bootstour mit Raina Ferris aus Aotearoa, Neuseeland. Bitte lest dazu unseren Eintrag vom 10. April. Freitag, 15. April 2005 - Wir sind zwar weiterhin live auf Sendung, doch leider ist die Übertragung gestört. Bitte habt Geduld mit uns - wir werden versuchen so schnell wie möglich wieder einwandfrei zu senden. Silke und Markus haben das Whalesong Büro auf Maui schweren Herzens wieder verlassen und sind wohlbehalten in Deutschland angekommen. Fotos aus dieser Saison werden demnächst online gestellt; ebenso wird uns die Arbeit an der englisch-sprachigen Seite in Zukunft beschäftigen. Unsere Buckelwalseite mit allerlei Wissenswertem wird in den nächsten Wochen 'exportiert' und wir sind überzeugt davon, dass Sie auch jenseits des Atlantiks die am häufigsten besuchte Seite im Whalesong Angebot werden wird. Sonntag, 10. April 2005 - Dan berichtet von einem aus unserer Sicht außergewöhnlichen Erlebnis: 'Wir durften in dieser Woche ein wunderbares und - aus unserer modernen westlichen Perspektive heraus - ungewöhnliches Erlebnis beobachten. Raina Ferris, eine Maori aus Aotearoa (Neuseeland - 'das Land der langen weißen Wolke') ist zu Besuch auf Maui - wir haben sie eingeladen mit uns zusammen raus wir auf den Ozean zu fahren, um ihr kulturelles Interesse als auch ihre Verbindung zu den Walen zu unterstützen. Raina ist eine Maori 'kai-karanga tahuna', eine tradionelle Sängerin und Professorin in Maori Kultur und Tradition am 'Te Wanganga O Raukawa' in Otaki. Sie kam nach Maui, um die maorische Tradition zu vermitteln und weitere Nachforschungen zu betreiben über die historische Bindung zwischen Maui und Aotearoa - auch im Bezug zu den Ahnengesängen ihres Clans. In dem Film 'Whalerider' bekam man einen Einblick in das Gesangs- und Glaubenssystem, das die Maori mit Hawaii - und den Walen - verbindet. Paikea, das Mädchen mit dem ererbten Namen eines Maori Propheten, der auf dem Rücken eines Wales nach Aotearoa kam, sang - und die Wale kamen. Wir haben das selbst erlebt, als Raina ihren Haka (gesungene Gebete) sang: wir stoppten den Motor und ließen uns vom Wind treiben und während Raina sang folgte uns eine Mutter mit ihrem Kalb an der Oberfläche. Ein Männchen mit einer kraftvollen Stimme blieb unter unserem Boot und sang ein wundervolles, kraftvolles und gefühlvolles Lied. Diejenigen unter uns, die schon seit 5 Jahren die Gesänge der Wale verfolgen und studieren waren sehr überrascht, wie schnell und drastisch sich die Charakteristik des Songs änderte. Wir hatten wirklich den starken Eindruck, dass hier eine unerklärliche Interaktion zwischen Raina und den Walen stattfand...' Kent hat diese Begegnung aufgezeichnet - hier ist ein Ausschnitt. (empfiehlt sich nur bei schnellem Internetzugang, da 3 MB) Sonntag, 3. April 2005 - Die Wale sind noch deutlich zu hören, auch wenn sich schon viele in Richtung Alaska auf den Weg gemacht haben. Kent hat an diesem Wochenende das Hydrofonkabel von der Ankerleine entfernt und so die störenden Geräusche beseitigt. Wir sind gespannt, wie lange wir die Wale mit unserem neuen System hören können - letztes Jahr waren die Gesänge bis weit in den Mai hinein zu hören. Für die neue Saison sind weitere Verbesserungen geplant Der Entwurf eines Abstandhalters und neuer Hydrofonbefestigung ist bereits fertig und wenn am Ende dieser Saison die Boje aus dem Wasser geholt wird kann das Projekt starten. Weiterer Schwerpunkt wird die Entwicklung der englischsprachigen Webseite sein, an der auch wir von Deutschland aus aktiv sein werden. Ostersonntag, 27. März 2005 Whalesong wünscht allen Freunden und Interessierten ein gesegnetes Osterfest! Das alljährlich im Ritz-Carlton Kapalua stattfindende Festival 'Celebration of the Arts' stand unter dem Motto 'Ka 'Aina, Ke Kai, Ke Kanaka...Na Kako'o Nohana' - 'Das Land, der Ozean und der Mensch...' Partner für's Leben. Es ist die bedeutendste Veranstaltung im Hinblick auf den Dialog der beiden Kulturen hier auf den Inseln. Daher war es für uns eine große Ehre zu diesem Event eingeladen zu werden. An den vergangenen beiden Tagen durften wir unsere Organisation vorstellen und Wissenswertes über Buckelwale weitergeben - sehr viele Menschen kamen zu uns an den Stand, an dem wir die Walgesänge live einspielten. Die Faszination, die die Livegesänge bei den Kindern auslöste hat uns am meisten bewegt :-)
Mittwoch, 23. März 2005 - Whalesong war heute auf OC 16: im Rahmen des Kinderprogramms des lokalen Fernsehsenders hier auf Maui erklärte Dan Sythe, Gründer von Whalesong, wie das Projekt funktioniert und was man bisher über die Gesänge der Wale weiß. Während einer Whalewatching Tour konnten wir uns davon überzeugen, dass von Jahr zu Jahr mehr Buckelwale nach Hawaii kommen. Oftmals waren wir von verschiedenen Gruppen umgeben. Die Population der Buckelwale im Nordpazifik wird auf ca. 10.000 Wale geschätzt - davon kommen etwa 60 % nach Hawaii, während sich die anderen 30 % auf Japan und Mexiko verteilen und ca. 10 % in Alaska bleiben. All diese Wale werden in den nächsten Wochen wieder in Richtung Alaska aufbrechen, wo sich ihre Nahrungsgründe befinden. Dienstag, 22. März 2005 - Dr. Marsha Green vom Ocean Mammal Institute war heute im Whalesong Büro auf Maui. Sie berichtete von ihrer Reise zum Europäischen Parlament (nähreres dazu findet ihr hier). Ebenso wurden weitere Aufgabengebiete für Whalesong diskutiert. Donnerstag, 17. März 2005 - Der Sturm in der letzten Woche hatte das Hydrofonkabel um die Ankerleine gewickelt - Kent und Markus sind mit dem Kajak zur Boje gefahren, haben das Kabel mit einem Abstandshalter versehen und den Algenbewuchs am Hydrofon entfernt. Kurz bevor wir rausfuhren sprangen zwei Buckelwale in einiger Entfernung simultan aus dem Wasser - leider haben sie nicht bei uns 'vorbeigeschaut'... Mittwoch, 16. März 2005 - Silke und Markus sind im Whalesong Büro auf Maui eingetroffen. Seit unserer Ankunft gestern sind wir mit Bürodienst beschäftigt, da Dan für einige Tage an die Ostküste musste. Wir überwachen die Übertragung und machen Telefondienst Die klopfenden Geräusche, die die Walgesänge stören kommen sehr wahrscheinlich von der Ankerleine, die sich um das Hydrofon gewickelt haben könnte. Sobald das Meer etwas ruhiger ist, werden Kent und Markus mit dem Kajak zur Boje rausfahren und dieses Problem beheben. Sonntag, 6. März 2005 - Der Miami Herald berichtet von einer weiteren Massenstrandung von Meeressäugern - bereits letzten Mittwoch strandeten mehr als 80 Rauhzahndelfine vor Marathon, einem der Florida Keys - mindestens 19 von ihnen starben. Die Navy versprach den Vorfall genauestens zu untersuchen und zu klären, ob es einen Zusammenhang zwischen den Strandungen und den militärischen U-Boot Manövern gibt, die in diesem Zeitraum stattfanden. Autopsien könnten Licht in das Dunkel bringen und klären, ob es Schädigungen in dem Teil des Gehirns gibt, der für die Verarbeitung der akustischen Signale zuständig ist. Dies wäre ein potenzieller Schlüssel-Indikator für eine Verletzung durch Sonar. Freitag, 4. März 2005 - Am gestrigen frühen Abend (ca. 5:00 Uhr MEZ) waren eine Mutter und ihr erst kürzlich geborenes Baby in der Nähe unserer Boje. Die beiden folgten einem Muster, welches wir in dieser Saison beobachten: Mutter und Baby sind sehr aktiv an der Wasseroberfläche und haben oft körperlichen Kontakt miteinander. Dan berichtet ganz begeistert von dem Anblick der beiden Wale im Sonnenuntergang... Mittwoch, 23. Februar 2005 - 5:08 Uhr MEZ - Dan schreibt: 'Was ist das für ein Rumpeln am Hydrofon? Das Meer scheint hier buchstäblich zu explodieren - eine sehr große Schule Buckelwale hat sich zu einem so genannten 'competition pod' zusammengefunden. Mehrere männliche Wale buhlen um die Gunst eines Weibchens und so verfolgen sie sich, atmen mit großen Fontänen aus und schlagen mit Fluken und Brustflossen auf das Wasser... Es ist ein Anblick, den ich kaum beschreiben kann... Es sind mindestens 20 Wale in engem Kontakt miteinander und diese Tiere gehören zu den größten und kräftigsten Kreaturen auf diesem Planeten. Die Geräusche unter Wasser sind so laut, dass sie Verzerrungen an unserem hochentwickelten Hydrofonsystem verursachen. Samstag, 19. Februar 2005 - Heute ist 'Whale Day' auf Maui. Die Wale schaffen es auf die Titelseiten der Zeitungen hier auf der Insel und es gibt gute Musik in Kihei, in unmittelbarer Nähe zum Whalesong Büro. Diese jährlich stattfindende Veranstaltung wird von der Pacific Whale Foundation veranstaltet, an der wir mit einem Stand vertreten sein werden. Dienstag, 15. Februar 2005 - Das Whalesong Fotoalbum ist ab sofort verfügbar. Schaut einfach mal rein. Fotos der laufenden Saison folgen! Montag, 14. Februar 2005 - Gegen Mitternacht unserer Zeit übertrug unser Hydrofonsystem einige irritierende Geräusche, die durch ein Problem am photovoltaischen Ladegerät entstanden... genauer gesagt an der Elektronik. Wir müssen ein Ausflug zur Boje machen, um das zu beheben. Die Walgesänge dieser Saison scheinen ebenso Energie geladen zu sein, wie wir es über die vergangenen vier Jahre beobachten konnten. Wir meinen sogar, dass die Gesänge auf einer durchgängigeren Basis sind. Gegen Mittag sind die Lieder am intensivsten. Mittwoch, 9. Februar 2005 - Ein Waljunges ist heute Morgen in der Nähe der Whalesong Boje gesprungen. Neben den bekannten Walgesängen, die vor allem Nachts den Ozean besonders intensiv durchdringen, gab es heute auch fremde Geräusche: ich konnte deutlich hören, wie die Boote des Kanuclubs an der Boje vorbei aufs offene Meer fuhren. Dan schreibt dazu: 'manchmal wird der den Walen gehörende Lebensraum auch von Menschen bevölkert...' Montag, 7. Februar 2005 - Der Ausflug zur Boje fand heute mit einem Boot statt - Dan gelang es die Geräusche zu minimieren, die der Kontakt von Ankerleine und Hydrofon verursacht hat. Bei dieser Gelegenheit nahmen sich sie sich ein wenig Zeit, um die Ruhe auf dem Wasser zu genießen: sie sahen etliche Wale - viele Mütter, die mit ihren Babys und einem Begleiter unterwegs waren. Als sie vor Makena waren wurden sie außerdem von einer riesigen Schule Delfine begrüßt:
Sonntag, 6. Februar 2004 - Schlagende Geräusche 'inspirierten' Dan einen Ausflug zur Boje mit dem Surfboard zu unternehmen. Das Problem konnte schnell identifiziert werden: die Ankerleine 'klopft' ans Hydrofonkabel. An dieser Herausforderung arbeiten wir nun seit über 4 Jahren... und konnten so schon einiges verbessern. Ein weiterer Ausflug wird nötig sein, um das Problem zu beheben. Donnerstag, 3. Februar 2005 - Die Washington Post berichtet von weiteren Walstrandungen. Der Artikel vom 28. Januar macht auf einen weiteren möglichen Zusammenhang zwischen Walstrandungen und Sonarversuchen der Navy aufmerksam. 1 Minkewal, 34 Grindwale (davon 6 schwangere Muttertiere) und 2 Zwergpottwale verendeten am 15. Januar an der Küste von North Carolina. Die Navy bestätigt Übungen mit Sonar in dieser Gegend, streitet aber jeden Zusammenhang mit den Walstrandungen ab. Den gesamten Bericht findet ihr hier (leider nur auf Englisch). Siehe dazu auch unseren Eintrag vom 24. Juli 2004. Ein Soundbeispiel eines Sonars findet ihr hier Mittwoch, 2. Februar 2005 - Die Buckelwale haben unsere Boje entdeckt! Hier könnt ihr hören, wie ein Buckelwal unser Hydrofon inspiziert, es dabei auch leicht berührt und aus nächster Nähe 'hineingrunzt' :-) Ein Dankeschön an Kent, der letzte Nacht (bei uns heute Mittag) glücklicherweise einen mp3-Player mitlaufen ließ. Eine längere Version des 'Treffens' folgt. Dienstag, 1. Februar 2005 - Ab sofort gibt es die Möglichkeit unsere Walgesänge auch mit Windows WinAmp, Apple iTunes oder anderen Playern anzuhören, die einen 'mp3 Stream' verarbeiten können: öffnet den Befehl für einen neuen Stream und gebt folgendes ein: http://www.live365.com/play/whalesongmaui Donnerstag, 27. Januar 2005 - Auf Maui tummeln sich sehr viele Buckelwale mit ihren Neugeborenen. Viele dieser Mutter/Baby Paare werden von einem erwachsenen Walbullen begleitet, der die beiden beschützt. Die Walgesänge sind während der Vollmondphase sehr intensiv: also unbedingt reinhören! Auf Maui wurde das Whalesong Mitglied, der bekannte Musiker George Kahumoku, über die kulturelle Bedeutung der 'Mahealani' Mondphase für die Hawaiianer befragt: er sagt, es ist eine Zeit um zum Himmel zu rufen, um zu singen und zu beten. WHALESONG LIVE AUF SENDUNG!
Auch wenn diese Vorfälle noch nicht geklärt sind, für uns hier bei Whalesong sind diese traurigen Nachrichten eine Art Erneuerung unseres Auftrages: wir wollen diesen faszinierenden Lebewesen des Ozeans eine Stimme zu verleihen, die in unserer industrialisierten Welt kaum wahrgenommen wird. Bitte unterstützt uns dabei! Dienstag, 23. November 2004 - Eine Großspende eines Hörers aus Amerika ermöglicht es uns, die fehlenden Teile für die 'Traumboje' zu kaufen! Mit dieser Boje werden wir eine wesentlich bessere Übertragungsqualität erreichen. Peter und Carol Hoyt aus Oregon, die bei der Entwicklung mitgewirkt haben, werden nach Maui fliegen, um beim Bau des neuen Systems zu helfen. Dienstag, 2. November 2004 - Am vergangenen Donnerstag hat das Europaparlament in Strasbourg einen Bahnbrechenden Antrag zu den 'Umweltauswirkungen hochleistungsfähiger aktiver Unterwassersonarsysteme' mit großer Mehrheit verabschiedet. Darin werden die Mitgliedsstaaten unter anderem aufgefordert 'die Verwendung hochleistungsfähiger aktiver Sonare in ihren Hoheitsgewässern unverzüglich einzuschränken'. Ebenso soll ein Moratorium für die Entwicklung solcher Sonarsysteme beschlossen werden, bis die Umweltauswirkungen abschließend geklärt sind. Darüber hinaus werden die Mitgliedsstaaten aufgefordert, sich innerhalb der NATO und anderer Organisationen für diese Moratorien/Beschränkungen einzusetzen. Dies ist ein großer Erfolg und könnte in Bezug auf die Lärmverschmutzung der Ozeane als Präzedenzfall dienen, wie auch Sigrid Lüber von der ASMS Ocean Care in der Schweiz sagt. Die ASMS gründete im Jahr 2002 die Europäische Koalition für lärmfreie Ozeane (European Coalition for Silent Oceans ECSO). Mehr Informationen dazu gibt es unter www.silentoceans.org. Einen entscheidenden Anteil an diesem Erfolg hat auch Dr. Marsha Green vom Ocean Mammal Institute, die ebenfalls beratendes Mitglied von Whalesong Maui ist. Sie übergab im Juni 2003 der EU in Brüssel eine Petition gegen den Einsatz von Militärsonare und hielt u. a. am Welt-Umwelttag der UNEP in New York, zusammen mit Sigrid Lüber, Vorträge über die Gefahren der Lärmverschmutzung der Ozeane. Wir freuen uns mit ihnen über diese gute Nachricht! Den genauen Text des so genannten Entschließungsantrages findet ihr hier. Sonntag, 24. Oktober 2004 - Jetzt ist es offiziell: der erste Buckelwal der Saison wurde am gestrigen Samstag (hawaiianischer Zeit) von einem Fischerboot aus vor West Maui gesichtet. Somit sind die Wale genau im 'Zeitplan': 2003 wurde der erste Buckelwal am 21.10. gesichtet, im Jahr davor am 3.11. und in 2001 am 31.10. Bevor es in den warmen Gewässern um Maui jedoch von Walen 'nur so wimmelt' werden noch ein paar Wochen vergehen. Montag, 18. Oktober 2004 - Die neue Buckelwalsaison steht unmittelbar bevor! Es gibt bereits Berichte über die Sichtung des ersten Buckelwals, auch wenn diese noch nicht offiziell bestätigt wurde. Jahr für Jahr wird dieser Moment mit Spannung erwartet: bei all den menschlichen Einflüssen auf den Lebensraum Ozean und den leider oftmals damit verbundenen negativen Veränderungen wird der Moment der Ankunft der ersten Wale mit großer Erleichterung gefeiert - so auch heute Abend im Whalesong Büro auf Maui. Auch in dieser kommenden Walsaison möchten wir mit großem Elan dazu beitragen, den Schutz der Ozeane und der Wale voranzubringen. Wir alle hoffen auf eine erfolgreiche Saison! |