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Saison 2004

Sonntag, 26. September 2004 - Ab sofort sind wir in der Lage Mitglieder für unsere Organisation zu werben - wer uns dauerhaft unterstützen möchte kann das gleich heute tun und bei uns Mitglied werden - hier geht's zum Anmeldeformular! Alle Mitgliedsbeiträge sind steuerlich absetzbar. 

Neues gibt es auch zum Vorfall in der Hanalei Bay Anfang Juli. Während es in der ersten Darstellung der Navy hieß, dass die Sonarversuche erst nach dem Eintreffen der Wale in der Bucht begannen, so wurde jetzt zugegeben, dass die Tests bereits 20 Stunden vor der Beinahe-Strandung begannen und insbesondere kurz vor dem Vorfall durchgeführt wurden. Ein Zusammenhang wird von der Navy allerdings weiterhin ausgeschlossen.  

Montag, 30. August 2004 - Unsere Planungen für die neue Walsaison, die offiziell am 15. Oktober beginnt, haben begonnen. Unser Ziel ist es eine neue Boje mit verbesserter Soundqualität zu bauen und rechtzeitig ins Wasser zu bringen. Momentan sind wir damit beschäftigt, das dafür notwendige Geld zusammen zu bekommen. Wir freuen uns über jeden noch so kleinen Beitrag, der uns dem Ziel näher bringt: weitere Infos gibt es hier

Montag, 26. Juli 2004 - Nun müssen wir leider über Walstrandun- gen in Europa berichten: am Freitag wurden zwei tote Wale an den Strand der Insel Fuerteventura gespült. Man geht davon aus, dass die beiden Tiere schon seit einigen Tagen tot waren bevor sie an Land gespült wurden. Es gibt den starken Verdacht, dass die Strandungen mit NATO Übungen zusammenhängen, die in der Zeit vom 11. bis 16. Juli vor Marokko abgehalten wurden. 10 Nationen nahmen mit 20.000 Soldaten und mehr als 20 Kriegsschiffen an den Übungen teil. Fuerteventura, eine der kanarischen Inseln liegt nur 100 km von der südlichen marokkanischen Küste entfernt. Die NATO gab keinen Kommentar zu den Strandungen ab. Wissenschaftler gehen davon aus, dass die meisten Walkadaver absinken und so die tatsächliche Zahl der betroffenen Wale unklar bleibt. 
Quelle: Reuters.com

Samstag, 24. Juli 2004 - Die Diskussionen über den Vorfall in der Hanalei Bay dauern an. Am 4. Juli konnte eine Massenstrandung von von ca. 200 Breitschnabeldelfinen nur durch den intensiven Einsatz vieler Helfer verhindert werden - ein Vorfall dieser Art gab es auf Hawaii in den letzten 150 Jahren nicht. 

Offizielle der nationalen Umweltschutzbehörde NOAA sagen, dass es zu früh ist, um einen Zusammenhang endgültig zu bestätigen. Ihr Hauptanliegen konzentriert sich allerdings darauf, mehr über den Einsatz des von der Navy getesteten Sonarsystems zu erfahren, an dem 6 Schiffe in ca. 20 km Entfernung vor der Küste beteiligt waren Während der Sprecher der Navy, Jon Yoshishige nicht an einen Zusammenhang glaubt, stärkt eine jüngst veröffentlichte Langzeit- untersuchung, über die Mark Kaufmann von der Washington Post berichtete, eben diesen Verdacht.

Die Studie zeigt, dass Massenstrandungen der lärmempfindlichsten Wale vor Japan während der letzten 40 Jahre in der Nähe eines amerikanischen Flottenstützpunktes vorkamen - in anderen vergleichbaren Gebieten jedoch unbekannt waren. 

Die Wissenschaft ist sich bisher noch nicht sicher warum diese Sonarsysteme Wale zum Stranden bringen. Es gibt verschiedene Theorien: eine geht davon aus, dass der Lärm ihre Kommunikation und ihr Navigationssystem unterbricht, eine andere, dass der Lärm die Wale in tiefen Gewässern verwirrt und sie so zum schnellen Auftauchen drängt. Dies wiederum lässt sie unter der schnellen Dekompression leiden, in etwa vergleichbar mit Symptomen der Taucherkrankheit. 

Freitag, 23. Juli 2004 - Die Tagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) ging gestern zu Ende - das mit durchaus guten Nachrichten, wurde doch mit Mehrheit für die Erhaltung des Walschutzgebietes in der Antarktis bis mindestens 2014 gestimmt. Außerdem bleibt das Walfangmoratorium bestehen: die Aufnahme des kommerziellen Walfangs wurde somit abgelehnt. Die Zukunft ist leider ungewiss, da man bereits über ein Walebewirtschaftungssystem diskutiert. Dänemark brachte einen Entwurf zur weiteren Entwicklung dieses Systems ein und wir können gespannt sein, wie sich dieses Thema bei der nächstjährigen Tagung in Korea weiter entwickeln wird, da dieses System eine Jagd auf verschiedene Arten wieder ermöglichen würde. 

Positiv zu bewerten ist die Stärkung der 2003 ins Leben gerufene 'Berliner Initiative', in Form eines Ausschusses zur Erhaltung der Wale. Der Wissenschaftsausschuss der IWC hatte eindrücklich die Notwendigkeit des Walschutzes belegt, indem er in seinem Bericht insbesondere auf die Gefahren durch Unterwasserlärm einging, wie:

  • seismische Untersuchungen der Öl- und Gasindustrie zur Ortung von Rohstoffvorkommen - hier insbesondere bei den Sachalin Inseln vor Russland und den 'Abrolhos Banks', einem Korallenriff vor Brasilien

  • militärische Aktivitäten, hauptsächlich in Form von Sonarsystemen, die eine 'Wand' von Geräuschen zur Detektierung von Objekten erzeugen, die die Lautstärke von Triebwerken erreichen können. Der Vorfall in der Hanalei Bay bestätigt leider diese Gefahr. 

Montag, 12. Juli 2004 - In der nächsten Woche (19. bis 22. Juli) kommen die 40 Mitgliedsstaaten der Internationalen Walfang- Kommission (IWC) in Sorrento, Italien zu ihrer jährlich stattfinden- den Konferenz zusammen. 

Die letztjährige Konferenz endete mit einem Erfolg für den Wal- schutz: die so genannte 'Berliner Initiative' schrieb die weltweite Stärkung des Walschutzes fest. Eine damals neu eingerichtete Arbeitsgruppe wird nun Maßnahmen für bedrohte Wal- und Delfin- arten vorstellen - nicht nur bei diesem Thema wird auch in diesem Jahr wieder die Frage sein, wer sich durchsetzen wird: die Länder, die sich dem Walschutz verschrieben haben oder die Gruppe um Japan, die in Italien wieder ihre Forderung nach der Aufhebung des Walfangverbotes stellen wird. 

Walfang betreiben momentan nur Japan, Norwegen und Island, wobei Island sein ursprünglich umfangreiches Walfangprogramm von jährlich einigen hundert Mink-, Sei- und Finnwalen auf Grund internationalem Druck auf „nur noch“ 25 Minkwale zusammenge- strichen hat. 

In den vergangenen Jahren hat sich die Mitgliedszahl in der IWC ständig erhöht, nicht zuletzt durch den 'Einsatz' Japans, die großzügige Entwicklungshilfe an Staaten der dritten Welt zahlen, die selbst kein Interesse an Walschutz haben, trotzdem aber für die Interessen Japans in der IWC stimmen. Es bleibt also spannend.

Unsere Freunde von der ASMS OceanCare werden auch in diesem Jahr wieder vor Ort sein, um sich intensiv für ein positives Ergebnis der Konferenz einzusetzen. Viel Erfolg!

Dienstag, 6. Juli 2004 - Seltene Gäste vor den Küsten von Kauai: letzten Samstag wurde eine Gruppe mit ca. 200 Breitschnabel- delfinen gesichtet, was ungewöhnlich ist, da diese Art normaler- weise im offenen Meer zu Hause ist (mindestens 20 km vor der Küste). Engagierte Helfer trieben die Tiere am 4. Juli aus der Hanalei Bucht ins Meer zurück. Gestern wurde leider ein Tier tot an den Strand gespült - gleich entdeckt, in Eis gepackt und nach Kalifornien geschickt. Dort wird eine Autopsie durchgeführt, von der man sich nicht nur Erkenntnisse bzgl. der Verendung des Tieres erhofft, sondern auch warum die Herde überhaupt in die Bucht kam. Biotoxische Stoffe, Krankheiten, Parasiten oder Ozeanbedingungen sind mögliche Gründe dafür - leider auch aktive Sonarsysteme. Die Navy gab zu, am Samstag Sonarsysteme zur Ortung von z. B. U-Booten getestet zu haben, allerdings erst nachdem die Wale in der Bucht gesehen wurden. Bei diesen Tests werden denen extreme Lautstärken ins Meer ausgestoßen: mehrfach konnten schon Zusammenhänge zwischen Sonarversuchen und Walstrandungen hergestellt werden und wir befürchten, dass es sich hier um einen weiteren Fall handelt. Ein Soundbeispiel findet ihr hier.

Freitag, 4. Juni 2004 - Heute geht die Weltenergiekonferenz in Bonn zu Ende und manch einer fragt sich, was dies mit Whalesong zu tun hat. Die globale Erwärmung wirkt sich nicht nur direkt auf die Wale, sondern auch auf viele Inseln in den Weltmeeren aus. Das Abtauen der Pole ist verbunden mit einem knapperen Nahrungsangebot für Großwale; das vorher in Eis gebundene Wasser hebt den Meeres- spiegel und so hat zum Beispiel das Inselvolk der Tuvalu bereits um 'Klimaasyl' in Neuseeland gebeten. Den ausführlichen Bericht von AP kann man hier nachlesen (leider nur in Englisch). 

Wieder einmal bestätigt sich, dass es sich beim Schutz der Wale nicht ausschließlich um Tierschutz handelt, sondern um Umweltschutz im allgemeinen und deshalb begrüßen wir die Ergebnisse der Weltenergie- konferenz, die 165 Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien umsetzen will. Das dies notwendig ist zeigen auch Untersuchungen der NOAA auf dem 3350 Meter hohen Mauna Loa auf Big Island, Hawaii. Seit 1958 wird dort die Kohlendioxid (CO2) Konzentration gemessen - mit einem Höchstwert im vergangenen Winter. Bleibt zu hoffen, dass die nun zu Ende gehende Konferenz kein Strohfeuer ist, sondern der Beginn eines nachhaltigen Prozesses.  

Samstag, 15. Mai 2004 - Heute endet die offizielle Buckelwalsaison - nur noch vereinzelt sind Wale auf Maui zu sehen. Viele Wale sind bereits wieder vor Alaska in ihren Nahrungsgründen. Auch wenn sich nicht mehr so viele Wale in den Gewässern um Hawaii tummeln, eine Whale Watch Tour lohnt sich immer. Gegen Ende der Saison sind die männlichen Vertreter sehr aktiv um die verbliebenen Weibchen zu beeindrucken...

Wir haben uns entschlossen, das Hydrofon nicht mehr ins Wasser zu bringen - somit geht auch für Whalesong die vierte 'Übertragungssaison' zu Ende, die große Herausforderungen für uns beinhaltete. Die Arbeit an einer neuen Boje haben begonnen und werden uns die nächsten Monate mit Sicherheit auf Trab halten. Schaut immer mal wieder vorbei, um neue Infos zu bekommen. 

Donnerstag, 6. Mai 2004 - Die Walsaison geht dem Ende zu; auch wenn immer noch Buckelwale gesichtet werden, haben sich doch schon die meisten in Richtung Alaska aufgemacht. Wir reparieren unser System und hoffen immer noch, es für die letzten Walgesänge der Saison ins Wasser zu bringen. Während wir in Deutschland am 1. Mai den Tag der Arbeit gefeiert haben, feierte man auf Maui den 'Lei Day' - sicher mit frisch gemachten traditionellen Blumenkränzen mit fein duftenden Orchideenblüten...

Mittwoch, 28. April 2004 - Hoher Wellengang vor der Südküste von Maui verhindert bisher die Reparatur unseres Systems. Erst wenn sich der Ozean beruhigt sind wir in der Lage mit unserem Kajak zur Boje zu gelangen. Unser Team hat gestern einen Wal gesichtet, was nicht ungewöhnlich ist, da in den letzten Jahren selbst Anfang Juni noch vereinzelt Wale gesehen wurden. Wenn möglich werden wir unser System für die letzten Walgesänge dieser Saison instand setzen. In der Zwischenzeit spielen wir von uns aufgenommene Gesänge. 

Sonntag, 25. April 2004 - Leider ist unser System mit Problemen behaftet. Wir vermuten, dass starker Wellengang ein Kabel in der Hyrdofonleitung beschädigt hat. Da ein Austausch mit großem Aufwand verbunden ist hört ihr momentan Aufnahmen von Kent.

Whalesong hat gestern Liveaufnahmen für die 'Earth Day' Feier in Hilo auf der Big Island, Hawaii geliefert. Es war mit Sicherheit eine der ersten Veranstaltungen, bei der Walgesänge live einspielt und von Musikern auf der Bühne begleitet wurden. 

Freitag, 23. April 2004 - Das System bereitete uns Anfang der Woche einige Probleme, doch ein kurzer 'Ausflug' zur Boje reichte schon aus, um alles in den Griff zu bekommen. Offensichtlich tummeln sich immer noch viele Buckelwale in den Gewässern vor Maui - noch kann man sie singen hören - viel Spaß!

Donnerstag, 15. April 2004 - Anfang der Woche stand wieder ein Batteriewechsel auf dem Programm 2004 - seit Dienstag senden wir wieder live - 'unsere' Buckelwale sind nach wie vor sehr aktiv und wir haben festgestellt, dass in der Nacht und am frühen Morgen unserem Hydrofon am nächsten kommen - früher Nachmittag deutscher Zeit. Wir nehmen an, dass sie sich tagsüber weiter draußen aufhalten, um den Motorgeräuschen der Boote und den menschlichen Aktivitäten auszuweichen, die Tag für Tag vor der Küste von Maui auftreten. Die Ostertage im Ritz-Carlton beim Festival 'Celebration of the Arts' waren sehr erfolgreich, wie uns Dan berichtet hat. Viele Menschen kamen an den Whalesong Stand und es entstanden gute Gespräche über den Schutz der Ozeane, die Wissensvermittlung an unsere Kinder und natürlich über die Wale... Die Menschen waren wirklich fasziniert von ihren Gesängen und die gaben sie während der gesamten Ostertage zum Besten :-)

Ostermontag, 12. April 2004 - Aus unserer Zeit auf Maui haben wir noch zwei Danksagungen nachzuholen: an Mayor Alan M. Arakawa, der für die Insel Maui die Funktion vergleichsweise eines Bürgermeisters für eine Stadt innehat, sowie an Ron Youngblood, Kolumnist für die Maui News, der in jeder Saison eine nette Kolumne über uns verfasst. Dan Sythe, Gründer von Whalesong, schreibt dazu in seinen hawaiianisch geprägten Umgangsformen folgendes: 'Mahalo, Danke schön an Bürgermeister Alan M. Arakawa, der uns einen wunderbaren Brief der Wertschätzung gesendet hat. Unser ehrenwerter Bürgermeister sagt über die hawaiianischen Buckelwale, dass er 'selten mehr Freude in der Natur erfahren hat als diese großartigen Kreaturen aus der Oberfläche des Meeres springen zu sehen.' Weiter sagt er: 'wenn man einmal ihre eindringlichen, bewegenden Melodien gehört hat, wird man sie nie mehr vergessen. Das habe ich nie. Auch wird man die Verpflichtung - die wir alle haben - nicht vergessen: den Schutz unseres globalen ozeanischen Ökosystems, für uns selbst, natürlich für zukünftige Generationen, vor allem aber für die bemerkenswerten Kreaturen, die die Ozeane bevölkern.'  Wir könnten nicht mehr mit ihnen übereinstimmen, ehrenwerter Bürgermeister.' Den Originalbrief könnt ihr hier sehen.

Foto Bürgermeister von Maui Alan M. Arakawa
Mayor Alan M. Arakawa

'Ein wiederholtes Danke - 'mahalo nui' an Ron Youngblood von The Maui News für seine nette Kolumne über die 'ersten Saisontouristen die die Inseln von Hawaii entdeckt haben'. Er bezieht sich natürlich auf 'na kohola', die hawaiianischen Buckelwale. Ron hörte ihre 'mele' die Lieder zum ersten Mal vor Jahren während eines Tauchgangs in Maui Nei. Er verfolgt unsere Übertragungen und schreibt über unser Projekt bereits seit vier Jahren, wofür wir sehr dankbar sind. Ron sagt: 'Da gibt es eine Menge Dinge, die wir von den Songs lernen könnten, wenn nur wüssten, wie man sie übersetzt... was diese Lieder bedeuten, welche Botschaften sie tragen könnten - all das ist Stoff für poetische Phantasien.' Viele von uns teilen Deine Ansicht, Ron. Nochmals Danke dafür, dass Du die Aufmerksamkeit der Menschen auf 'na kohola' und Whalesong gelenkt hast.'

Den ganzen Artikel gibt es hier (leider nur in Englisch)

Ostersonntag, 11. April 2004 

Wir wünschen allen ein gesegnetes Osterfest,  vielen Dank für euer Interesse an unserem Projekt!

Whalesong feiert heute nicht 'nur' das Osterfest, sondern ebenso die Tatsache, dass wir mit der stattgefundenen Vereinsregistereintragung nun offiziell eine gemeinnützige Organisation sind! Wer uns dauerhaft unterstützen möchte kann das in absehbarer Zeit als Fördermitglied von Whalesong e.V. tun - schaut immer mal wieder vorbei, der Mitgliedsantrag ist bald online...

Whalesong Maui nimmt während der Ostertage an dem alljährlich stattfindenden Festival 'Celebration of the Arts' im Ritz Carlton Hotel in Kapalua teil. Es ist eine der wichtigsten kulturellen Veranstaltungen die jährlich auf Hawaii stattfinden. Wir danken herzlich für die Einladung, unser Projekt in diesem Rahmen vorstellen zu können. 

Dienstag, 6. April 2004 - 'He ka po Kulua, keia.' Die Nacht von Montag auf Dienstag war laut hawaiianischem Mondkalender die Nacht des Kulua Mondes - Vollmond und die Wale singen. Besonders intensiv, wie wir schon oft während vergangener Vollmondphasen festgestellt haben. Kent, unser technisches Genie, berichtet:

'Vollmond, Montag, 22.30 Uhr (MESZ Dienstag, 10.30 Uhr) - ich lausche den dröhnenden 'Chorgesängen' der Wale und stelle unglaubliche Muster in den Gesängen fest. Wahrscheinlich singen die 'letzten 10 Wale, die noch hier sind' (die meisten sind bereits auf dem Weg nach Alaska) gemeinsam, jedoch nicht das typische 'Lied'. Jeder scheint seinen Teil in einem sich wiederholenden Chor übernommen zu haben - es erinnert mich an eine Art 'Trommelkreis' Jeder hat seinen Part und wiederholt ihn zu gegebener Zeit, um das Ganze stimmig klingen zu lassen. Dann zögert und stoppt einer der  'Schlüsselsänger' und das ganze Zusammenspiel löst sich während der nächsten 4 'Takte' auf. Dann beginnt ein neuer 'Takt' und steigert sich innerhalb weniger Minuten zu einem neuen 'Konzert'. Es klingt keineswegs wie ein Konkurrenzverhalten, wie viele Wissenschaftler die Gesänge beschreiben. Ich befürchte, ich muss Dr. Jim Darling www.whaletrust.org zustimmen, der sagt, dass hier eine Art Kooperation stattfindet, die wir nicht verstehen'. (Dr. Jim Darling studiert die Walgesänge vor Maui, Hawaii).

Samstag, 3. April 2004 - Die Neuigkeit der beiden Delfine, die unser Hydrofon 'besucht' haben hat sich hier in der Nachbarschaft sehr schnell herumgesprochen. Man erzählte uns von einem Delfin und seinem Baby, die manchmal in dieses Gebiet kommen. Ein weiterer Beweis dafür, wie der Respekt vor dem Ozean und dessen Schutz mit der hawaiianischen Kultur verwoben ist zeigt diese Geschichte, die Dan berichtet wurde: 'Diese Delfinmutter war verletzt und wurde von einer Einheimischen gefüttert und gesund gepflegt. Die Frau gab dem Delfin den Namen 'Nai'a'; es ist das hawaiianische Wort für Delfin. Als 'Nai'a' ihr Baby bekam brachte sie dieses zu ihrer menschlichen Freundin, um es ihr sozusagen vorzustellen. Seither blieben sie 'Freunde' und besuchen die Frau regelmäßig wenn diese ins Meer geht. Unsere Quelle denkt, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass es diese beiden Delfine waren, die unsere Whalesong Boje besucht haben - 'beide sind gewöhnlich alleine, während andere Verwandte dieser beiden sich in größeren Schulen aufhalten.' Solche Geschichten gibt es sehr oft auf Hawaii, z. B. betrachten einige Familien bestimmte Haie, 'mano', als 'aumakua' - vergöttlichte Ahnen, die Familienbeschützer sind.

Freitag, 2. April 2004 - Es war einer der Momente, wie sie auf Hawaii eben passieren... Dan schreibt: 'Ich bin mir sicher, dass es solche Momente auch anderswo geschehen und wir sie nicht immer wahrnehmen, aber es sind solche 'Gänsehautmomente'. Am frühen Morgen rammte etwas ans Hydrofon und machte Laute in unmittelbarer Umgebung. Zuerst verdächtigte ich Kent oder einen der Einheimischen, die es sich immer mal wieder zum Spaß machen ans Hydrofon zu schwimmen und Wallaute nachzuahmen. Ich schaute aus unserem Büro aufs Meer und sah ruhige See und die Whalesong Boje.....niemand war in der Nähe. Das ging ungefähr 10 Minuten so und trotz Verwirrung versuchte ich mich auf dringende Arbeiten zu konzentrieren. Dann wurde das Geräusch lauter, pulsierender... dann Laute, die auf einer sehr tiefen Frequenz sehr leise wie 'pings' geklungen haben... nichts klang so wie die Gesänge der Wale in dieser Saison. Ich schaute wieder auf das Meer und bemerkte eines der Kanus vom 'Wailea Canoe Club', dass in ungefähr 20 Meter Entfernung verharrte - alle Paddler schauten auf die Boje. Dann des Rätsels Lösung: ein Delfin tauchte auf, umkreiste die Boje und 'spielte' noch ein paar Minuten weiter - es war irgendwie surreal... Dr. Elizabeth Ayson, eine der Mitgründer von Whalesong auf Maui kam vorbei und selbst als ich ihr berichtete konnte ich es nur teil- weise glauben's. Wir liefen zum 'Wailea Canoe Club' und fragten die Kanuten ob sie tatsächlich Delfine gesehen hätten. 'Ja, zwei - sie haben das Walmikrofon umkreist' war ihre Antwort' - Gänsehaut...

Dienstag, 30. März 2004 - Das Hydrofon sendet wieder live!!! Dan und Kent haben das System gerade eben mit neugeladenen Batterien versorgt. Ein Regenbogen über dem Vulkan Haleakala (übersetzt: Haus der Sonne) 'grüßte' die beiden, als sie den Anker der Boje ins Wasser warfen. Wale sind nur aus der Ferne zu hören.

Sonntag, 28. März 2004 - Wallaute und Gesänge sind zur Zeit nonstop zu hören. Den ganzen Vormittag über hörten wir wirklich eigenartige und zugleich bezaubernde Melodien. Gegen Abend fielen die Batterien aus. Bis wir wieder live übertragen spielen wir Aufnahmen von Kent Noonan. 

Samstag, 27. März 2004 - Erfreulicherweise läuft unser System bereits seit zwei Wochen ohne großen Aufwand für uns - das gab uns die Zeit uns auf andere Dinge konzentrieren zu können, um z. B. wichtige Strukturen zu schaffen, die die Arbeit über zwei Kontinente erleichtert. Wir sind gerade dabei Whalesong als gemeinnützige Organisation in Deutschland zu gründen und Dan (Gründer von Whalesong auf Maui) verkündet schon stolz, dass es nun Whalesong auf zwei Kontinenten gibt: 'Maui und Europa', wie er immer sagt. Unsere Zeit auf Maui geht leider dem Ende zu - heute Nachmittag werden wir gemeinsam auf unsere 'Abschieds Whale-watching-Tour' gehen, um den erfolgreichen Aufenthalt hier würdig zu feiern. 

Dienstag, 23. März 2004 - Ein Sturmtief hat sich über Maui 'festgebissen' - die Buckelwale waren in den letzten beiden Tagen kaum zu sehen, aber umso besser zu hören. Unser System arbeitet bisher stabil und außer einem Batterienwechsel gegen Ende der Woche stehen keine weiteren Arbeiten an. 

Gestern wurden wir im Rahmen einer Story über Buckelwale von der Los Angeles Times interviewt. Wir hatten die Möglichkeit unsere Organisation vorzustellen, den 'Weg nach Deutschland' zu schildern und durch die Anwesenheit von Dr. Marsha Green vom OMI (Ocean Mammal Institute) waren wir ebenso in der Lage fundierte wissenschaftliche Informationen zu geben. Der Bericht wird allerdings erst zu Beginn der nächsten Walsaison in der LA Times erscheinen.

Momentan arbeiten wir zusammen mit Dr. Green an einer Erweiterung unserer Seite 'Wissenswertes über Buckelwale' - wir freuen uns diese Möglichkeit nutzen zu können und sagen an dieser Stelle ein herzliches Danke für die Zusammenarbeit. 

Freitag, 19. März 2004 - 'Ua nani na mele o na kohola ma keia po nehi nei.' was soviel heißt wie 'Die Lieder der Buckelwale waren wunderschön letzte Nacht'. Nachdem sie relativ ruhig und in weiter Entfernung den Tag über sangen, waren die Gesänge in der Nacht (ca. 14.00 bis 16.00 Uhr MEZ) melodisch und intensiv. Aloha kakou!

Momentan verwenden wir ein Aquarian Hydrophone für unser System, modifiziert von Kent Noonan, der wie in den vergangenen beiden Jahren die technische Entwicklung für unser Projekt übernimmt. Die neue Boje, die wir permanent im Wasser lassen wollen nimmt langsam Gestalt an: heute traf der spezielle Schaumstoff ein, der die Boje über Wasser halten wird - herzlichen Dank an die Gilman Buoy Corporation für diese großzügige Spende, ebenso an Brüel & Kjaer aus Dänemark für die gespendeten Hydrofone für unser neues System.

Mittwoch, 17. März 2004 - Es ist uns gelungen, die Boje zu stabilisieren ohne sie aus dem Wasser zu nehmen - die Schwimmweste wurde durch zwei 'Fun-Noodles' ersetzt was erstaunlicherweise hervorragend funktioniert. Die Wale sind heute Abend sehr gut zu hören: gestern konnten wir neue Töne feststellen, ein natürlicher Prozess, der jedes Jahr stattfindet - na mele o kohala - das Lied der Buckelwale ändert sich von Saison zu Saison, bis nach ca. 4-5 Jahren ein komplett neues Lied entstanden ist. 

Leider gab es gestern Probleme mit dem Server, der sich in New Jersey befindet: sollten die Livesounds nicht zugänglich sein kann man folgende URL versuchen: www.live365.com. Dort muss man nach 'whalesongmaui' suchen oder direkt im RealPlayer eingeben: www.whalesong.net/whalesong.ram  - Aloha an alle, die uns hören!

Sonntag, 14. März 2004 - Es ist soweit: wir sind endlich live auf Sendung! Dan und Kent haben heute am frühen Morgen die Boje trotz widriger Witterungsverhältnisse ins Wasser gebracht. Starker Wind und für ein Kajak recht hohe Wellen konnten uns nicht davon abhalten die Saison endlich zu starten und es war wirklich ein faszinierender Anblick als die beiden unter einem ganzen doppelten Regenbogen hinaus ins Meer paddelten. 

Wir übertragen nunmehr in der vierten Saison 'na mele o kohola' - die Lieder der Buckelwale! In den nächsten Tagen werden wir die Boje wieder an Land holen, um einige Gewichte herauszunehmen: die neue Version ist doch schwerer als erwartet und so hing die Boje recht tief im Wasser - da die beiden bei dem aufkommenden Sturm nicht noch einmal hinauswollten haben sie der Boje kurzerhand eine Schwimmweste 'angezogen'.  

Beim Ocean Art Festival konnten wir heute an unserem Stand Flip Nicklin begrüßen: er ist renommierter Fotograf für das 'National Geographic' Magazin seit 1982 und hat über 20 Beiträge über Wale für das Magazin gemacht und Fotos für etliche Bücher zu diesem Thema geliefert. Es motiviert uns natürlich wenn sich solch in diesen Kreisen bekannte Persönlichkeiten für unser Projekt interessieren.  

Samstag, 13. März 2004 - Heute war ein erfolgreicher Whalesong Tag: Silke und Markus konnten ca. 150 Leute an unserem Stand beim Ocean Art Festival begrüßen und sogar einige Beiträge für die neue Boje entgegennehmen. Dan und Kent, die sich um die Technik kümmern, hatten durch unsere 'Arbeitsteilung' die Gelegenheit sich ausschließlich mit der Boje zu beschäftigen: mit Erfolg - nur der aufkommende Sturm hat verhindert, dass wir heute schon einen Test machen konnten. Bevor wir am Sonntag nach Lahaina aufbrechen, werden wir die Boje ins Wasser bringen - hoffentlich hat sich der Sturm bis dahin beruhigt. Das Wetter beeindruckt die Wale nicht: sie sind sehr aktiv: von der Straße aus konnte man heute etliche Wale springen sehen. 

Freitag, 12. März 2004 - Silke und Markus von Whalesong Deutschland sind auf Maui eingetroffen um das Team auf Maui zu unterstützen. Wir sind gerade dabei, die letzten Vorbereitungen für das Ocean Art Festival zu treffen das morgen und am Sonntag in Lahaina stattfindet. 

Leider sind wir in dieser Saison immer noch nicht 'online' was die Liveübertragung betrifft, doch wir sehen jetzt, dass es komplizierter ist als bisher angenommen. Die bisher eingesetzte Boje, eine Eigenkonstruktion aus Kunststoffrohren und komplexer Elektronik, wurde gegen Ende der letzten Saison beschädigt und leider komplett unbrauchbar. Es ist nun eine Frage der Zeit und auch des Geldes eine neue Boje zu bauen, besonders in Anbetracht dessen, dass sich die bereits beschriebene Traumboje in Planung befindet. Die Zeichnungen dafür sind komplett erstellt, doch der Kostenrahmen wird auf ca. 4.500 Euro geschätzt. Dieses Geld gilt es noch zu beschaffen - da noch nicht absehbar ist, wie lange das dauern wird, werden wir heute noch an der Übergangsboje arbeiten, die hoffentlich ins Wasser kommt so lange wir hier sind. Es gibt also noch viel zu tun...

Samstag, 21. Februar 2004 - Der 'Whale Day' am vergangenen Wochenende war ein voller Erfolg und die nächste Veranstaltung auf Maui ist bereits in Vorbereitung. Das 'Ocean Art Festival' unter dem großen Banyan Baum in Lahaina findet am 13./14. März statt. Auch hier wird Whalesong an beiden Tagen mit einem Stand vertreten sein um den Besuchern die akustische Unterwasserwelt näher zu bringen.

Was passiert bei Whalesong Deutschland? Wir sind gerade dabei das Projekt auf eine breitere Basis zu stellen - es sind nur noch wenige bürokratische Hürden zu nehmen! Dann wird Whalesong als gemeinnützige Organisation in Deutschland tätig sein. Als eingetragener Verein habt ihr dann die Möglichkeit uns als Fördermitglied zu unterstützen!

Mittwoch, 11. Februar 2004 - Diese Walsaison ist für uns leider mit Startschwierigkeiten verbunden - wie auch ihr warten wir sehnsüchtig darauf, dass vor Maui die Boje ins Wasser kommt. Das Team dort arbeitet zur Zeit fieberhaft an einer Übergangslösung, sprich einer Neuauflage der letztjährigen Boje. Diese könnte bestenfalls bis zum Wochenende betriebsfähig sein, was sehr gut wäre, da am Samstag 'Whale Day' auf Maui ist und Whalesong dort einen Stand haben wird. Parallel dazu entwickeln wir unsere so genannte 'Traumboje', die professionell gefertigt und mit deutlich besserer Übertragungstechnik ausgestattet werden soll. Dieser Prozess dauert nun leider länger als wir gedacht haben. Wir hoffen auf eure Geduld - uns wurde gesagt, dass sich das Warten lohnt...

Was passiert sonst noch auf Maui? Leider häufen sich in dieser Walsaison die Zwischenfälle bei Kontakten von Wal und Mensch - einige dieser Kontakte sind spielerischer Natur und verlaufen freundlich und friedlich, aber leider gab es auch schon einige Unfälle: Ein Fischer wurde vor Maui verletzt, als sein Motorboot zufällig mit einem Buckelwal zusammenstieß. Ein kleiner Junge starb sogar durch einen Sturz auf dem Whalewatching Boot, als dieses ebenfalls mit einem Wal vor Oahu zusammenstieß. Am Montag wurde ein Buckelwalkalb von einem Speedboot getroffen und schwer verletzt: man geht leider davon aus, dass es den Unfall nicht überlebt hat; zuletzt wurde es mit seiner Mutter gesehen. Diese Vorfälle zeigen, dass Whalewatching nicht das Allheilmittel zum Schutz der Meeressäuger ist - auch hier gilt es verantwortungsvoll damit umzugehen und den natürlichen Lebensraum der Tiere zu respektieren.  

Montag, 19. Januar 2004 - Auf Maui befinden wir uns in der 'fort- geschrittenen' Phase, was die Arbeiten am Hydrofonsystem für diese Saison betrifft. Eine schwere Sturmfront passierte die Küste von Kihei in den letzten Tagen; die Wellen sind immer noch recht hoch, just in diesem Gebiet befindet sich unsere Boje... Wale sind hier, singen tun sie auch - wir hoffen, in sehr naher Zukunft Live Aufnahmen liefern zu können. 

Mittwoch, 14. Januar 2004 - Die ASMS Cybernews machen auf einen interessanten Kinofilm aufmerksam:

DEEP BLUE Atemberaubende BBC-Dokumentation über die geheimnisvolle Welt der Ozeane

Foto Deep blue - Delfine unter Wasser
© David Reichert, BBC

'Vier Jahre dauerten die Dreharbeiten zum aufwendigsten Dokumentarfilm in der Geschichte von BBC. Gedreht wurde an mehr als 200 Orten. Fast wöchentlich entdeckte das Filmteam neue Tierarten, die selbst Meeresbiologen noch nie zu Gesicht bekommen hatten. Entstanden sind 90 Minuten unvergessliches Kinoerlebnis – Faszination Natur pur. Noch nie wurden uns authentische Schönheit und raue Wildheit der Meere derart spektakulär vor Augen geführt. Die Bilder von DEEP BLUE nähren das Bewusstsein, dass es ein Muss ist, die faszinierende Welt unter Wasser samt ihren Bewohnern zu schützen.' Kinostart ist am 29.01.2004.

http://www.deepblue-derfilm.de

Mittwoch, 31. Dezember 2003 - Einen guten Start ins Neue Jahr wünscht Euch das Whalesong Team! Wie wir aus Maui erfahren lohnt es sich, noch ein wenig auf das neue System zu warten. Ein Solarpanel wird in Zukunft den Wechsel der Batterien überflüssig machen und so Stillstände des Systems, wie in der Vergangenheit vorgekommen, vermeiden. Es wird ein neuer Stereo Verstärker zum Einsatz kommen, der die Übertragung besser machen wird. Momentan werden noch Fragen bzgl. des einzusetzenden Senders geklärt bevor es dann losgehen kann. Zukunftsmusik ist eine Genehmigung für eine größere Boje, die weiter draußen in tieferem Wasser installiert werden könnte. Dazu fehlen momentan noch die Mittel. Wir sind jedoch zuversichtlich, das irgendwie hinzubekommen. Bis dahin: kommt gut ins Neue Jahr!

Mittwoch, 24. Dezember 2003 - Wir wünschen allen ein gesegnetes Weihnachtsfest - ruhige, besinnliche Tage, in denen wir uns ein wenig erholen können und die Dinge wieder wichtig werden lassen können, die es verdienen! Frohes Fest!

Montag, 15. Dezember 2003 - es ist offiziell! Die Walsaison hat begonnen und die Gewässer um Maui sind Jetski frei - während der offiziellen Walsaison sind die Wassersportarten aus Rücksicht auf die Wale eingeschränkt  Die Wale sind hier um ihre Babys zu bekommen, sich fortzupflanzen und um das zu tun was auch immer sie tun, wenn sie jedes Jahr nach Hawaii zurückkehren - seit unzähligen Jahrhunderten, vielleicht auch Jahrtausenden. Wir arbeiten daran unser verbessertes System online zu bringen. Leider sind sehr sehr viele Dinge in diesem Prozess involviert, wie zum Beispiel die vielen technischen Details des Netzwerkes und dem Webcast Server, den Radio link, das Hydrofon und Audio System, die Boje... und natürlich die Finanzierung des Ganzen sowie die Zeit, um das alles zu tun. Der Plan ist in den nächsten zwei Wochen soweit zu sein - wenn alles klappt. Schaut einfach immer mal wieder vorbei.

Foto Nona Beamer an ihrem Geburtstag

Whalesong's Nona Beamer in Honolulu Zeremonie geehrt.

Freitag, 12. Dezember 2003 - Nona Beamer, Gründungsmitglied des Whalesong Projektes und eine unserer geschätzten Ressourcen in Bezug auf Hawaiianische Kultur, wurde während einer Zeremonie in Duke's Waikiki Restaurant (Honolulu) der 'Ho'okahiko Award' verliehen. Mit dieser Auszeichnung wurde sie für ihren Beitrag zur Kultur und Tradition Hawaiis geehrt. Dieser Award wird in jedem Jahr an eine Persönlichkeit verliehen, die 'die reine Tradition von Hawaii veranschaulicht'. Nona wurde eine Erklärung von Gouverneur Linda Lingle und Bürgermeister Jeremy Harris überreicht, in der der Tag zum 'Tante Nona Beamer Tag' erklärt wurde. Rep. Galen Fox, R-Waikiki, überreichte eine Resolution, die Nona als 'lebenden Schatz' anerkennt. Außerdem bekam sie einen Brief von U.S. Senator Daniel Akaka, D-Hawaii, im dem ihre außergewöhnlichen Beiträge hervorgehoben werden. Nona ist Erzieherin, Autorin, Komponistin, Musikerin und Kumu Hula (Hula Lehrerin). Wir fühlen uns geehrt sie nicht nur als Mitglied in unserem Aufsichtsrat zu haben, sondern auch als Freund. Hier kannst Du den Artikel aus dem Honolulu Advertiser lesen, wenn Du mehr erfahren willst (leider in Englisch) 

Montag, 8. Dezember 2003 - Eine Schule Buckelwale mit vier Tieren wurde gestern vor Kamaole Beach gesichtet: einer wohl ein singender, ausgewachsener Walbulle, einer davon ein 'Yearling', also ein 1 Jahr alter Buckelwal, der zum ersten Mal die Reise von Alaska zurück nach Hawaii zurückgelegt hat. Wale wurden ebenso vor Lahaina gesichtet. Wir haben noch eine Menge Arbeit vor uns bis das System soweit ist, aber wir machen Fortschritte.

Mittwoch, 3. Dezember 2003 - Wieder ein wunderschöner Tag auf Maui - alles ist noch frisch und sauber vom letzten Regen, den wir am Montag hatten. Es gibt vermehrt Berichte über Walsichtungen und 'unsere Jungs' auf Maui hörten von einem sehr großen Walhai (hört sich gefährlich an - aber die Tiere sind Filtrierer und somit unkritisch), der sich in dieser Woche um Molokini, einem kleinen Atoll vor Kihei, aufhielt. Diese 'Jungs' arbeiten daran, unser Hydrofon bald in den Ozean zu bringen - habt bitte noch Geduld mit uns... 

Freitag, 28. November 2003 - 'Es ist ein wunderschöner Tag hier auf Maui mit vielen Dingen für die wir dankbar sind.' schreibt uns Dan aus Hawaii. 'Wir arbeiten daran, das Hydrofon zurück ins Wasser zu bringen. Die Wale sind bisher in relativ kleiner Stückzahl vertreten. Wir hörten von einem kleinen Segelboot auf der Überfahrt bei Nacht von Oahu nach Maui - auf beiden Seiten des Bootes eskortiert von einem Buckelwal und einigen Spinnerdelfinen...'

Es gibt ein gesteigertes Interesse an der kulturellen Verbindung zu den Walen auf Hawaii und im Südpazifik, besonders seit der Kinofilm 'Whalerider' erschien. Wir haben uns entschieden, Geschichten, Mythen und Legenden, die in Verbindung zu den Walen und den Ozeanen stehen, zu sammeln - mit dem Ziel, diese Geschichten, die den Reichtum an Kultur widerspiegeln, zu bewahren... und auch die starken Bindungen zu den Ozeanen und den Inseln hier, die seit Jahrhunderten Bestand haben. Eine Geschichte hat uns gestern von den Marshall Inseln erreicht: es heißt, dass die Königin dort eine Verbindung zu den Walen hat und wenn eine Königin stirbt, so stirbt auch ein Wal. Eine große Schule Wale versammelt sich dann, um den Tod zu betrauern - ihre Rufe sind selbst noch am Strand zu hören...

Wir hoffen auf eine gute Saison in diesem Jahr und auf eine besser Soundqualität. Wir sind auch schon sehr gespannt, wie sich die Wallieder in diesem Jahr anhören werden. Die Geschichten, oder was auch immer sie miteinander kommunizieren, wird sich auch in diesem Winter - wie in allen Jahren zuvor - ändern. 

Freitag, 14. November 2003 - Es war eine Woche mit guten und schlechten Nachrichten auf Maui: In einer Feierstunde im Iolani Palast wurde am Mittwoch die Insel Kaho'olawe von der US Navy an den Staat von Hawaii zurückgegeben. Kaho'olawe geht nun in die Hände der Hawaiianer zurück, die die Insel für kulturelle Aktivitäten nutzen möchten. Das ist die gute Nachricht, auch wenn es noch viel zu tun gibt: die US Navy nutzte die Insel für militärische Zwecke und obwohl Präsident Eisenhower 1953 eine totale Räumung versprochen hatte, sind heute erst 70 Prozent der Insel von Bomben, Trümmern und Blindgängern befreit. Die Hawaiianer sind darüber sehr besorgt, doch in ihrer typischen Art ihr Leben zu leben, ist die Anstrengung zu erkennen, das Beste aus der Situation zu machen.

Die schlechten Nachrichten: aus Washington D.C. kam die Info, dass die neue 'Defense Authorization Bill' das Militär in Zukunft von zwei wichtigen Umweltschutzgesetzen befreit - 'Marine Mammal Protection Act' und 'Endangered Species Act'. Nachdem es einige wissenschaftliche Berichte gab, die sich mit den Schäden von aktiven Sonarsystemen an Meeressäugern beschäftigt haben, hatten wir die Hoffnung, dass die Schutzgesetze aufrechterhalten bleiben. Senator Jim Jeffords aus Vermont verfasste eine Stellungnahme, in der er seine Ablehnung gegen diesen Gesetzestext erklärt: 'Wir können es uns nicht leisten eine schlechte Politik auszuprobieren, wenn die Konsequenzen unabänderlich sind.'

Sonntag, 26. Oktober 2003 - Whalesong Deutschland hat die neue Saison mit einem Gottesdienst begonnen. Die Evangelische Petrusgemeinde in Rastatt hatte uns angefragt, unser Projekt in einem Schöpfungsgottesdienst vorzustellen, was wir auch sehr gerne getan haben - herzlichen Dank für diese tolle Möglichkeit! 

Freitag, 24. Oktober 2003 - Na Kohola - die hawaiianischen Buckelwale - sind offiziell zurück in diesen Gewässern. Erste Berichte über Sichtungen in dieser Woche kommen herein. Maile Joylynn Oliveira, unser Spezialist für Schulungen über die Kultur Hawaiis am Hauptsitz der Gesellschaft des Buckelwalschutzgebietes gibt als erste offizielle Sichtung den 6. Oktober bekannt. Gesehen wurde ein so genannter 'Yearling' - ein 1 Jahr altes Kalb - der zwischen der Big Island und Maui aus dem Wasser sprang.