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Wissenswertes über Buckelwale

 
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Familiengeschichten

Warum heißt der Buckelwal eigentlich Buckelwal?  

Welche besonderen Merkmale haben Buckelwale?  

Wie alt werden Buckelwale?

Wie groß werden Buckelwale?  

Wie viele Buckelwale gibt es?

Welche Gefahren gibt es für Buckelwale? 

Findet man Buckelwale in allen Meeren?

Warum wandern die Buckelwale?

Kommen die Buckelwale schon immer nach Hawaii?

Wie lange sind die Buckelwale auf der Reise nach Hawaii?

Wandern die Buckelwale alleine oder in Schulen?

Welche soziale Bindungen gehen Buckelwale ein?

Unterscheiden sich die Populationen des Nord- und Südpazifiks?

Vermischen sich die Populationen des Nord- und Südpazifiks?

Wie lange bleiben die Buckelwale in Hawaii?

Wie kann man einzelne Buckelwale identifizieren?

Wie pflanzen sich Buckelwale fort?

Wie können Buckelwale singen?

Warum singen Buckelwale?

Was weiß man bereits über die Gesänge?

Wie kann man die Gesänge nutzen, daraus lernen?

Wie lange dauert ein Wallied?

Singen Buckelwale überall die gleichen Lieder?

Wie weit kann man die Gesänge unter Wasser hören?

Warum springen Buckelwale?

Wie gut können Buckelwale sehen?

Sind Wale farbenblind?

Wie lange können Buckelwale tauchen?

Was ist ein Blas?

Schlafen Buckelwale?

Wovon ernähren sich Buckelwale?

Fressen Buckelwale die Meere leer?

Wie jagen Buckelwale ihre Beute?  

Was sind Barten?

Familiengeschichten  

Die Ordnung der Meeressäugetiere unterscheidet zwischen zwei Unterordnungen: die Zahnwale (Orcas, Pottwale) und die Bartenwale, zu denen der Buckelwal gehört. Er selbst hat fünf weitere Familien- mitglieder – insgesamt gibt es ca. 80 Walarten – Blau-, Finn-, Sei-, Bryde- und der Zwergwal. Somit vereinen sich sowohl der größte (Blauwal) als auch der kleinste Wal (Zwergwal) in dieser Familie. Der Blauwal selbst ist das größte Tier das je auf unserem Planeten gelebt hat: er kann über 30 Meter lang und bis zu 180 Tonnen schwer werden. Dabei ist sein Herz so groß wie ein Kleinwagen! Der Zwergwal dagegen wird "nur" 9 Meter lang...

Wir von Whalesong konzentrieren uns auf den größten und berühmtesten Besucher der Gewässer um Hawaii – den Buckelwal:

Klasse: Säugetiere (Mammalia)

Ordnung: Meeressäugetiere (Cetacea)

Unterordnung: Bartenwale (Mysticeti)  

Familie: Furchenwale (Balaenopteridae)

Art: Buckelwale (Megaptera novaeangliae)

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Warum heißt der Buckelwal eigentlich Buckelwal?  

Namensgeber waren wohl die ersten Walfänger, die die Wale nach ihren Beobachtungen benannten: beim Abtauchen machen die Wale einen regelrechten "Buckel", eine Charakteristik, die sie von anderen Walen unterscheidet.

Es gab auch Theorien, die den Namen auf Beulen an den Flippern und am Kopf zurückführten. Diese Beulen enthalten so genannte Haarbälge – Poren, aus denen Haare wachsen.

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Welche besonderen Merkmale haben Buckelwale?

Buckelwale unterscheiden sich von ihren anderen Familienmitgliedern - ein Merkmal jedoch ist bei allen sechs Familienmitgliedern gleich: die so genannten Kehlfurchen – daher auch der Familienname "Furchenwale". Sie verlaufen vom Kinn bis zum Bauchnabel oder anders ausgedrückt bis hinter den Ansatz der Brustflossen, auch Flipper genannt, die an der Vorderkante Beulen aufweisen. Diese Brustflossen machen den Unterschied zu den anderen Walen aus – sie machen ca. 1/3 der Körpergröße aus und sind je nach Körpergröße mit ca. 4 bis 5 Metern außergewöhnlich lang. Daher auch der wissenschaftliche Name "Megaptera novaeangliae", was so viel heißt wie "Großer Flügel von Neuengland". Warum die Flipper so lang sind ist bis heute ein Rätsel, genau so wie die Tatsache, dass sich die Wale manchmal stundenlang auf die Seite legen und eine Brustflosse in die Luft heben – so, als ob sie jemandem winken würden. Dieses Verhalten ist hauptsächlich in den Paarungsgebieten zu beobachten.  

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Wie alt werden Buckelwale?

Man schätzt eine Lebenserwartung von bis zu 50 Jahren, vielleicht auch länger. Auch hier gibt es offensichtlich noch keine gesicherten Erkenntnisse. Das Alter eines Buckelwales kann anhand des Wachs- pfropfens im Ohr des Wales bestimmt werden, der verhindert, dass Wasser ins Ohr gelangt. Der Wachspfropfen besteht aus mehreren Schichten, ähnlich den Jahresringen eines Baumes. Diese verschie- denen Schichten entstehen durch den Aufenthalt der Wale in Hawaii und Alaska, wobei das sich bildende Wachs in Alaska dunkler ist. Die Anzahl der Schichten gibt Aufschluss über das Alter der Wale - aller- dings nicht exakt, da die Wale nicht jedes Jahr diese Wanderung unternehmen. Will z. B. ein Weibchen nicht wieder schwanger werden, bleibt es einfach in Alaska und bekommt so keine weitere Schicht Wachs dazu. 

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Wie groß werden Buckelwale?

Sind sie bei der Geburt bereits ca. 4 Meter lang und ca. 1 Tonne schwer, so können ausgewachsene Buckelwale (das ist im Alter von ca. 12 Jahren) bis zu 16 Metern lang und über 40 Tonnen schwer werden, wobei die Weibchen größer und schwerer als die Männchen sind. Ihre Fluke ist dann fast 5 Meter breit, ebenso lang sind ihre Brustflossen. Muskeln machen 40% ihres Gewichtes aus!

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Wie viele Buckelwale gibt es?

Die Schätzungen der heute noch lebenden Wale gehen weit auseinander – manche sprechen von 5.000-7.000 Tieren, andere wiederum von 12.000-14.000 Tieren. Medienberichte aus dem Jahr 2007 sprechen gar von 30.000 Tieren. Selbst wenn es so wäre: dies ist lediglich ein Bruchteil der ursprünglich geschätzten Population von ca. 125.000 Tieren. Der Buckelwal wird somit nach wie vor von der Artenschutz-organisation World Conservation Union als gefährdet eingestuft. Erst 1963 wurde der Buckelwal von der Internationalen Walfangkommission (IWC) unter Schutz gestellt.

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Welche Gefahren gibt es für Buckelwale?

Der Buckelwal hat zwei natürliche Feinde: den Orca, auch Killerwal genannt und den Hai. Die weitaus größte Gefahr für diese Lebewesen geht allerdings vom Menschen aus:

Illegaler Walfang: Noch immer schlachten Norwegen und hauptsächlich Japan Wale zu angeblich wissenschaftlichen Zwecken. Das Fleisch landet oftmals jedoch in Restaurants oder wie es ein neuer Plan der japanischen Regierung vorsieht in der Schulkantine. Da muss die Frage erlaubt sein, was das mit Forschung zu tun haben soll!

Meeresverschmutzung: Die Speckschicht, der so genannte "blubber" ist nachweislich mit Dauergiften belastet, ein an der Nord- see gestrandeter Wal musste als Sondermüll entsorgt werden. Diese Dauergifte beeinträchtigen die Fortpflanzung der Tiere. 

Lärmbelästigung: Zunehmende Lärmbelästigung stört die Navigation der Wale, sei es durch Explosionen unter Wasser bei der Suche nach neuen Erdöl- oder Erdgasvor-kommen, zunehmendem Schiffsverkehr oder durch die Erprobung neuartiger Sonar-systeme im tief- und mittelfrequenten Bereich. Hierbei handelt es sich um hochleistungsfähige Systeme zum Aufspüren leiser Schiffe oder U-Boote, die extreme Lautstärken von bis zu 235 db produzieren können: mit dem Navy Umrechnungsfaktor entspricht dies dem Pegel, der ca. 7 Meter entfernt von einer startenden Saturn V-Rakete herrscht!

Zum Vergleich: Für das menschliche Ohr wird es ab 85 db gefährlich. Laut Berufsgenossenschaft ist das Gehör ab 90 db auf Dauer gefährdet! Im Ohr befinden sich ca. 20.000 Haarzellen; eine durch zu hohe Lärmbelastung geschädigte Haarzelle zermürbt und stirbt ab. Schwerhörigkeit ist unheilbar, denn Haarzellen können nicht nachwachsen! 

Wir unterscheiden 3 Hauptlärmquellen:

Boots- und Schiffsverkehr: In ihren Studien fand sie heraus, dass Wale ab 120 db Verhaltensänderungen an den Tag legen. Diesen Lärmpegel erreichen bereits kleinere Boote, wie sie hier auf Maui zuhauf unterwegs sind. Die Wale schwimmen 2 bis 3 Mal schneller als sonst, um dem Lärm zu entkommen. Supertanker, die mit ihren 190 db 3.200 mal (!) lauter sind, kündigen ihr Kommen unter Wasser bereits einen Tag vorher an!

Air guns: Diese werden von der Industrie eingesetzt, um Öl- und Gasvorkommen unter Wasser zu orten. In Zeiten knapper werdender Rohstoffe nimmt der Einsatz der so genannten 'air guns' dramatisch zu. Mit deren Hilfe wird mittels Sound der Meeresboden 'abgetastet'. Alle 5 Sekunden wird ein ca. 250 db lauter 'sound blast' abgesetzt. Hyrofone nehmen das Echo auf und somit lässt sich feststellen, ob sich Öl- oder Gas unter dem Meeresboden befinden. 250 db ist 3,2  Millionen mal lauter als 120 db und das Lauteste, was Menschen bisher an Lautstärke produzieren konnten (abgesehen von Dynamit). Momentan gibt es in den USA Bestrebungen, die gesamte US-Küste mit 'air guns' 'abzutasten'.

Sonar: Hier sind die hauptsächlich militärisch genutzten Sonarsysteme gefährlich: niedrig- und mittelfrequente Systeme, die leise U-Boote detektieren sollen. Die Normallautstärke ist hier 215 db: diese Lautstärke ist laut Navy-Angabe in einem Gebiet von 3,9 Mio. Quadratkilometern zu hören! Somit ist ein Sonartest im gesamten Nordpazifik hörbar. Das Problem hierbei ist, dass diese Test oftmals in Gebieten durchgeführt werden, in denen sich Wale befinden. So ist es nicht verwunderlich, dass es eine signifikante Zunahme von Walstrandungen gibt, die mit Sonarversuchen in Verbindung gebracht werden. Wie kann ich mir ein Sonarsignal vorstellen? Hört selbst!

Weitere Informationen zu diesem Thema gab es auch auf der Veranstaltung:

Link Walgesang und Lδrmangriff

Fischfangequipment: Losgerissene oder über Bord geworfene Fischernetze oder Langleinen, bestehend aus dünnen Kunststofffäden welche die Wale weder sehen noch orten können, sind eine große Gefahr. Immer wieder verfangen sich Wale, Delfine, Haie und andere Meerestiere und ersticken qualvoll. 

Globale Erwärmung: Die Erderwärmung beeinflusst auch die Nahrungskette der Wale. Schmilzt die Eisdecke in der Antarktis, hat das zur Folge, dass es weniger Krill gibt und so Blauwale größere Gebiete für ihren Nahrungsbedarf absuchen müssen. 

Überfischung: Etliche kommerziell genutzte Fischarten sind weitgehend überfischt, dass bedeutet ihr Bestand ist für die Zukunft gefährdet, da die einzelnen Arten nicht genügend Zeit bekommen sich zu reproduzieren. Hier wird somit aktiv in die Nahrungskette der Groß- wale eingegriffen und leider werden nur zögerlich Schritte eingeleitet, um die Fischerei nachhaltiger zu gestalten, mittels begrenzter Fang- quoten, um nur ein Beispiel zu nennen. 

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Findet man Buckelwale in allen Meeren?

Buckelwale sind weltweit verbreitet – das National Marine Sanctuary spricht von 6 verschiedenen Populationen weltweit. Whalesong konzentriert sich auf die Population des Nordpazifiks. Der Großteil dieser Population (ca. 60 %) hält sich im Winter in den wärmeren Gewässer vor Hawaii auf. 30 % zieht es vor die Küste Mexikos in die Baja of California oder zu den südlichen Inseln von Japan; die restlichen 10% bleiben in Alaska. Man findet sie häufig in Küstennähe in relativ flachem Wasser. Das gibt uns die Möglichkeit, die Wale gut beobachten zu können: auf Hawaii kann man die Wale oft vom Strand aus sehen! Sie sind jedoch nicht das ganze Jahr über vor Hawaii, erst Ende Oktober kommen die ersten Wale zur Paarungszeit in die wärmeren Gewässer, in denen auch der Nachwuchs der Wale zur Welt kommt – Anfang Mai machen sich dann die letzten, mit ihrem neugeborenen Nachwuchs auf den weiten Weg nach Alaska zu ihren Nahrungsgründen.

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Warum wandern die Buckelwale?

Von allen Walen unternehmen die Buckelwale die ausgedehntesten Wanderungen. Die Gewässer vor Hawaii sind relativ warm und bieten den Walen somit ideale Bedingungen, um ihren Nachwuchs zur Welt zu bringen. Die Neugeborenen hätten in den kalten Gewässern um Alaska wohl keine Überlebenschance. Das warme Gewässer hat allerdings den Nachteil, dass es dort kaum Nahrung für die Wale gibt und so machen sie sich wieder auf den Weg nach Alaska – die kälteren Gewässer dort sind für die Buckelwale eine "reich gedeckte Tafel". In der Zeit von Ende Oktober bis Anfang Mai wandern die Wale und wenn sie in Hawaii sind, befinden sie sich "auf Diät" und man geht davon aus, dass ein ausgewachsener Buckelwal in der Zeit in Hawaii mehrere Tonnen Gewicht verliert, eine stillende Mutter verliert sogar ein Drittel ihres Gewichtes!

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Kommen die Buckelwale schon immer nach Hawaii?

Wir wissen es nicht sicher! Einige Wissenschaftler glauben, dass man den Buckelwal am Anfang des neunzehnten Jahrhunderts vor Hawaii noch nicht kannte. Uralte hawaiianische Choräle beziehen sich jedoch auf den "kohola lele" (den springenden Buckelwal) in den Gewässern um Hawaii. Es wäre in der Tat der einzige bekannte Fall, bei dem Großwale ihre Wanderrouten geändert hätten. Heute sind es jährlich ca. 3500 Buckelwale, die sich in den Gewässern um Hawaii tummeln. Das entspricht ca. 60 % der gesamten Buckelwalpopulation der nördlichen Halbkugel. Die Mehrzahl findet man an den südlichen sowie westlichen Küsten von Maui. Hier ist das Wasser recht flach und die nahen Inseln Lanai, Molokai und Kaho'olawe bieten zusätzlichen Schutz vor starkem Wind. 

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Wie lange sind die Buckelwale auf der Reise nach Hawaii?

Mit Hilfe von Sendern und Satellitenüberwachung ist es Wissenschaftlern schon gelungen, die Dauer ihrer Wanderung herauszufinden. Auf Grund dieser Beobachtungen einzelner Buckelwale schätzt man, dass sie die Strecke von ca. 5600 km zwischen ihren Paarungsgründen um Hawaii und ihren Nahrungs- gründen in Alaska in durchschnittlich 30 bis 39 Tagen bewältigen. Das National Marine Sanctuary hat einen Buckelwal mittels Foto-ID in Alaska und Maui identifiziert - dazwischen lagen 28 Tage, d.h. dieser Wal hat die ca. 5600 km in weniger als 28 Tagen bewältigt. Buckel- wale wandern in einer Geschwindigkeit von etwa 5 bis 10 km/h, können aber auch bis zu 30 km/h für kurze Zeit erreichen.

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Wandern die Buckelwale alleine oder in Schulen?

Buckelwale sind in der Regel keine Herdentiere - sie treten somit selten in einer Gruppe, auch Schule genannt, auf. Die meisten Buckelwale machen sich alleine auf den Weg nach Hawaii, wobei es sicher zu Begegnungen mit anderen Buckelwalen kommt, da sie nicht alle gleichzeitig die Reise antreten.

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Welche soziale Bindungen gehen Buckelwale ein?

Unser Wissen über die sozialen Bindungen der Buckelwale ist noch nicht sehr ausgeprägt. Man nimmt an, dass die meisten Bindungen nur von kurzer Dauer sind, mit der längsten und intensivsten zwischen Mutter und Kalb. Es gibt jedoch Vermutungen einer tieferen Komplexität, die weiterer Forschung bedarf: Männchen können sowohl miteinander kooperieren als auch konkurrieren - zum Beispiel in den Fortpflanzungs-gründen, wenn es um den Zugang zu einem empfänglichen Weibchen geht. Weitere Beobachtungen lassen vermuten, dass längere Beziehungen untereinander bestehen, als wir bisher wissen. 
Die meisten Buckelwale jagen und fressen auch alleine - nur ca. 25% finden sich zu Schulen zusammen und kooperieren bei der Nahrungs- suche. Forschungen zeigen, dass manche Tiere über Jahre hinweg gemeinsam auf Nahrungssuche gehen, während sie für den Rest des Jahres alleine unterwegs sind. Der intensivste soziale Kontakt jedoch besteht zwischen Mutter und Kalb: sie sind mindestens ein Jahr lang unzertrennlich. 

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Unterscheiden sich die Populationen des Nord- und Südpazifiks?

Die Buckelwale des Nordpazifiks (Alaska, Hawaii, Japan, Mexiko) sind in der Regel an der Unterseite der Fluke, der Brustflossen sowie an den Kehlfurchen dunkler als die Population des Südpazifiks (Antarktis, Australien, Südseeinseln). Während die Buckelwale vor Hawaii mit dem Kopf nach unten singen, so ist es bei den Buckelwalen im Südpazifik genau umgekehrt.

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Vermischen sich die Populationen des Nord- und Südpazifiks?

In der Regel findet keine Vermischung statt. Da die Jahreszeiten der beiden Halbkugeln genau entgegengesetzt sind, wandern die Buckel- wale des Nordpazifiks im Mai Richtung Alaska, während die des Südpazifiks Richtung Australien und Südsee wandern. Im Oktober findet dieses Schauspiel dann in die entgegengesetzte Richtung statt. Keine Regel ohne Ausnahme: in einer Walsaison fiel Forschern auf Hawaii ein Buckelwal mit schneeweißer Fluke auf. Da der Wal in der Fotodatenbank nicht zu finden war, schickte man ein Foto der Fluke an Walforscher der Südhalbkugel - prompt meldete sich Australien: "Hey, das ist unser Wal!"

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Wie lange bleiben die Buckelwale in Hawaii?

Hier gibt es unterschiedliche Meinungen: Dr. Jim Darling ist der Auffassung, dass die Buckelwale im Durchschnitt nur zwei Wochen in Hawaii bleiben und dann wieder nach Alaska zurückkehren - die Pacific Whale Foundation spricht von ca. vier Wochen. Man ist sich jedoch einig, dass die Verweildauer von verschiedenen Umständen abhängig ist: ein Weibchen, das merkt, dass es schwanger ist, macht sich sofort auf den Weg zurück (mittels Foto-ID wurde ein Weibchen nach 21 Tagen in Hawaii auf dem Rückweg entdeckt); eine Mutter, die Nachwuchs bekommt bleibt länger, um das Kalb stark genug für die lange Reise zu machen; ein Weibchen, das ihr Kalb im nächsten Jahr nach Hawaii führt, um sich dort von ihm zu trennen und nicht schwanger werden möchte, macht sich auch schnell wieder auf den Rückweg.

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Wie kann man einzelne Buckelwale identifizieren?

Die Unterseite der Schwanzflosse - Fluke genannt - ist bei jedem Wal unterschiedlich und so ein unverwechselbares Merkmal, ähnlich dem Fingerabdruck bei uns Menschen. Die Fluke des Wales kann unterschiedlich schwarzweiß gemustert sein, sie kann Narben haben, die von einem Zusammenstoß mit einem Boot oder einem Haiangriff stammen können. Die Fluken werden fotografiert und Forscher haben die Möglichkeit auf eine spezielle Datenbank zuzugreifen, in der sämtliche Fotos archiviert sind. Diese Vorgehensweise nennt man Foto-Identifikation. Dadurch hat man die Möglichkeit aufschlussreiche Erkenntnisse über ihre bevorzugten Nahrungsgründe, ihre Wander- routen und über ihr Verhalten in der Gruppe zu gewinnen.

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Wie pflanzen sich Buckelwale fort?

Geschlechtsreife
Nach etwa 5 bis 8 Jahren sind sowohl die Weibchen als auch die Bullen geschlechtsreif – zu diesem Zeitpunkt haben sie eine Länge von ca. 11-12 Meter erreicht. Während die Weibchen ab ihrer Geschlechtsreife alle 1-3 Jahre ein Baby zur Welt bringen können, spricht man bei den Bullen erst von körperlicher Geschlechtsreife. Die tatsächliche Geschlechtsreife ist erst Jahre später, wenn sie stark genug sind, sich gegen ihre Konkurrenten durchzusetzen.
Schwangerschaft
Buckelwale gebären nach einer Tragezeit von etwa 12 Monaten ein Walbaby, welches schon ca. 4 Meter lang, etwa 1 Tonne schwer ist und mit der Fluke voran in den wärmeren Gewässern in Hawaii zur Welt kommt. Die Babys werden in flachem Wasser geboren und sofort auf dem Rücken der Mutter für ihren ersten "Blas" an die Wasserober- fläche gehoben. 
 
 
Aufzucht
Das Baby oder besser Kalb wird zwischen 6 und 11 Monate lang vom Muttertier gesäugt. Gesäugt wird das Kalb dicht unter der Wasser- oberfläche, damit beide immer wieder Luft holen können. Der Begriff "säugen" ist eigentlich nicht ganz richtig, da die Milch durch Muskel- kraft der Mutter dem Kalb in sein Maul gespritzt wird. Das können pro Tag ca. 400-500 Liter Milch sein, die dick und fettreich (ca. 40%) ist. Das Baby nimmt in den ersten Monaten pro Stunde ca. 1 kg zu und wächst pro Monat ca. 30 cm. Vor seinem ersten Geburtstag wird der "kleine" Buckelwal bereits feste Nahrung zu sich nehmen. Nach einem Jahr hat das Junge Gewicht und Größe verdoppelt. Die Mutter führt ihr Junges im Jahr nach der Geburt nach Hawaii und trennt sich dann von ihm. 

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Wie können Buckelwale singen?

Lange Zeit glaubte man, dass Wale nicht singen können, da sie keine Stimmbänder haben. Wissenschaftler vermuten, dass ein und derselbe Luftstrom in der Luftröhre hin- und hergeschoben wird. In den 1950er Jahren entdeckte man ihre Gesänge, als die Marine der USA mit Hydrofonen experimentierten. Seit diesem Zeitpunkt werden ihre Gesänge erforscht. Die Wale begeben sich in eine bestimmte Stellung wenn sie singen – sie verharren regungslos, den Kopf nach unten gerichtet und die Brustflossen ausgestreckt, in mehreren Metern Tiefe (es gibt unterschiedliche Angaben von 15 bis 45 Metern).  

Kent Noonan, unser Techniker, hat folgendes beobachtet: "Einmal kam eine Mutter mit Baby und Eskorte auf mich zu, als ich in meinem Kajak und meinem Hydrofon draußen unterwegs war. Die Mutter und das Baby kamen auf eine Seite und tauchten ab. Der Walbulle schwamm direkt unter meinem Kajak hindurch und sang während- dessen ununterbrochen. Mit meinem Hydrofon samt Kopfhörern hatte ich ihn schon beim Herannahen gehört, doch es wurde so laut, dass ich sie mir aus den Ohren riss, da ich dachte mein Trommelfell platzt. Trotzdem konnte ich den Wal sehr deutlich hören, als er in ca. 3 Metern Tiefe unter mir hinwegtauchte. An einem anderen Tag sah ich einen großen Walbullen singen als ich meine Aufnahmen machte. Er schwamm sehr langsam in einem großen Kreis von ca. 100 Metern unter einer Mutter mit ihrem Baby in einer Tiefe von ungefähr 15 bis 25 Metern. Für einen Kreis benötigte er fast 15 Minuten. Diese Aufnahme nannte ich "Kalama Lullaby" - es schien, als ob er ein Wiegenlied für die beiden sang, während diese sich an der Oberfläche treiben ließen." 

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Was weiß man bereits über die Gesänge?

Es wird zwischen zwei Arten von Gesängen unterschieden: die so genannten "social sounds" und die klassischen "Whalesongs", mit denen wir uns hauptsächlich beschäftigen:

social sounds
Hierbei handelt es sich um kurze, schnelle Laute, die wir Menschen mit unseren Ohren unter Wasser kaum oder gar nicht hören können. Solche Laute können mit Spezialhydrofonen aufgenommen werden, die jedoch in der Nähe der Wale direkt auf diese ausgerichtet werden müssen. Mit diesen "social sounds" verständigen sich z. B. Mütter mit ihren Kälbern oder Wale innerhalb einzelner Schulen untereinander, besonders wenn sie langsam an der Wasseroberfläche wandern oder Ruhepausen einlegen - nicht jedoch wenn sie die Wanderung in schnellerer Geschwindigkeit fortsetzen. Die Mehrheit dieser Form der Kommunikation spielt sich laut Dr. Marsha Green mit 85% zwischen Müttern und deren Kälber ab. 
 
Whalesongs
Mittlerweile ist man sich sicher, dass ausschließlich die Buckelwal-Bullen diese Lieder singen. Ein Wallied darf man sich nicht wie einen Top 10 Hit vorstellen, es ist eher eine Aneinanderreihung von verschiedenen Tönen in unterschiedlichen Tonlagen: das kann ein Brummen, Schnarchen, Stöhnen, Seufzen oder auch Zirpen sein. Ähnlich wie in der klassischen Musik bestehen die Wallieder aus verschiedenen Themen, die sich mit den Jahren entwickeln und aufbauen. Diese Gesänge sind selbst in 150 Kilometern Entfernung noch zu hören. Die Wale singen nahezu ausschließlich in ihren Paarungsge- bieten oder auf dem Weg von oder zu ihren Weidegründen in kälteren Gewässern. Dort wurde nach unserem Wissen noch kein Wallied gehört, es sind eher Kommandos für eine bestimmte Fangtechnik, die man dort schon gehört hat. Wer weiß – vielleicht gelingt es uns auch in Alaska einmal ein Hydrofon zu installieren, um das genau herauszufinden...  

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Warum singen Buckelwale?

Obwohl der Buckelwal der bekannteste und besten untersuchte Großwal sein soll, weiß niemand genau, warum die Buckelwale singen. Da die Gesänge jedoch fast ausschließlich in den Paarungsgebieten vorkommen, glauben die Wissenschaftler, dass singen und paaren zusammengehören. Doch ob das Walmännchen gerade ein Weibchen beeindrucken will oder ob es Konkurrenten fernhalten möchte oder seinen sozialen Status zur Schau stellt - das ist weiterhin ein Rätsel. Eine andere Theorie spricht davon, dass das Singen wie eine Art Sonar eingesetzt wird, um andere Wale zu orten. Wer weiß? Vielleicht singen die Wale auch nur aus purer Freude am Singen...

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Wie kann man die Gesänge nutzen, daraus lernen?

Es wäre möglich, einzelne "Sänger" über ihr Stimmbild zu identifizieren. Somit könnte man die Wanderung dieses Wales verfolgen, was auch schon praktiziert wird. Anhand eines solchen Stimmbildes konnte man einen Buckelwal identifizieren, der in einem Jahr nach Hawaii kam und im nächsten Jahr in die warmen Gewässer nach Mexiko zog, was vorher als unmöglich angesehen wurde. Ein Aufbau eines weltweiten Monitoring Systems würde es möglich machen, mehr über die Wanderungen dieser Riesen zu erfahren. Wir von Whalesong hoffen, mit unserer Website weitere Wissenschaftler zu erreichen, die die von uns übertragenen Wallieder für ihre Arbeit nutzen und uns ihre Erfahrungen mitteilen.

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Wie lange dauert ein Wallied?

Das ist durchaus unterschiedlich und auch abhängig vom Alter des Wales. Das Lied eines Buckelwales entwickelt sich über die Jahre, beginnend mit einem Thema bis hin zu 5-7 Themen - in der klassischen Musik spricht man von 3-4 Themen! In unseren Beobachtungen konnten wir schon Songs hören, die immer wieder wiederholt drei Stunden lang "vorgetragen" wurden. Manchmal sind die Töne auch nicht als Wallied erkennbar, sondern klingen einfach nur wie verschiedene Laute, die mit den Songs keine Ähnlichkeit haben. Ihr seht – wir stehen hier noch am Anfang und jeder, der uns hier weiterhelfen kann, ist herzlich willkommen.

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Singen Buckelwale überall die gleichen Lieder?

Die Lieder sind je nach Population unterschiedlich – die Buckelwale des Nordpazifiks (Hawaii, Mexiko, Japan) haben ein anders Lied als zum Beispiel die Buckelwale des Südpazifiks (Australien und die Südseeinseln). Vielleicht deutet diese Tatsache auf verschiedene Dialekte hin? Die Lieder in den einzelnen Regionen ändern sich relativ zeitgleich innerhalb einer Saison, so dass im Laufe der Zeit ein vollkommen neues Lied entsteht.

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Wie weit kann man die Gesänge unter Wasser hören?

Blauwale konnten sich einst von Pol zu Pol verständigen, also um die halbe Welt! Dies wurde in Folge der zunehmenden Lärmbelastung in den Ozeanen schier unmöglich. Die Gesänge der Buckelwale sind in 150 Kilometern Entfernung noch zu hören. Unser Hydrofon kann die Gesänge im Umkreis bis zu 20 km auffangen.

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Warum springen Buckelwale?

Dieses Verhalten ist bei allen Bartenwalen zu beobachten, insbesondere jedoch bei den Buckelwalen – sie gelten als die Artisten in der Familie. Dabei schrauben sie ihren Körper zu zwei Dritteln oder mehr aus dem Wasser – manchmal drehen sie sich dabei noch um ihre eigene Achse. Mit ihrer kraftvollen Fluke benötigen sie dafür nur wenige Schläge, um sich aus dem Wasser zu schrauben. Solche Sprünge beobachtet man hauptsächlich in ihren Paarungsgebieten, also auch vor Hawaii! Somit könnte man vermuten, dass dies Ausdruck des Paarungsverhalten ist. Wissenschaftler vermuten darin auch einen Weg um miteinander zu kommunizieren oder um Parasiten loszuwerden. Warum auch immer - dieser Anblick ist überwältigend!

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Wie gut können Buckelwale sehen?

Buckelwale können sowohl unter als auch über Wasser gut sehen.  Das Auge hat sich optimal angepasst: Tränendrüsen erzeugen einen Fettfilm, der das Auge gegen das Salzwasser schützt. Die Linse ist elastisch und kann per Muskelkraft an die jeweiligen Lichtverhältnisse angepasst werden. Der Buckelwal kann selbst unter Wasser über 150 Meter weit sehen. 

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Sind Wale farbenblind?

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt/M., am Alfred-Wegener-Institut in Bremen und an der Universität Lund in Schweden haben bereits im April 2001 entdeckt, dass Walen und Robben die Blauzapfen fehlen. Diese Meeressäuger besitzen nur Grünzapfen und sind damit farbenblind, denn mit nur einem Zapfentyp sind keine Farbunterscheidungen möglich. Hingegen verfügen die an Land lebenden Verwandten der Wale und Robben noch über beide Zapfentypen. Der Verlust der Blauzapfen bei den Meeressäugern erscheint paradox, weil in klarem Meerwasser das Licht mit zunehmender Tiefe immer blauer wird. Der Wegfall des Farbensehens könnte die visuelle Informationsverarbeitung im Gehirn vereinfacht haben, wodurch Kapazitäten für andere sensorische Leistungen frei wurden. So haben viele Wale ein Echoortungssystem entwickelt, mit dem sie sich in ihrem Lebensraum orientieren können.

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Wie lange können Buckelwale tauchen?

Bis zu 45 Minuten - in der Regel tauchen sie jedoch 15-20 Minuten, immer davon abhängig, was sie gerade tun. Sind Wale in einem so genannten "competition pod" (mehrere ausgewachsene Männchen streiten sich um die beste Position bei dem einen Weibchen in der Gruppe) unterwegs, oftmals in schneller Geschwindigkeit, miteinander kämpfend, aus dem Wasser springend, kostet das natürlich viel Kraft und so tauchen sie nach 5-10 Minuten schon wieder zum Atmen auf. Weichen sie jedoch lauten Bootsmotoren aus, hat man beobachtet, wie sie bis zu 45 Minuten an einer Stelle ruhig verharren und an der gleichen Stelle auftauchen, an der sie abgetaucht sind.  

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Was ist ein Blas?

Kommt ein Buckelwal nach einem "Tauchgang" zum Atmen an die Wasseroberfläche, stößt er die verbrauchte Atemluft über seine beiden Blaslöcher mit einer Geschwindigkeit von über 400 km/h aus. Die dadurch entstehende zwei bis drei Meter hohe Fontäne nennt man "Blas". Dabei tauscht der Buckelwal ca. 80% seines fast 9500 Liter großen Lungenvolumens aus - im Vergleich dazu sind es bei uns Menschen gerade mal 15%. Die eingeatmete Sauerstoffmenge wird im Blut und zu über 40% in den Muskeln gespeichert, was den Walen ermöglicht bis zu 45 Minuten unter Wasser bleiben zu können. 

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Schlafen Buckelwale?

Man kann es wohl nicht direkt schlafen nennen – es ist eher ein dösen. Buckelwale atmen nicht intuitiv, das heisst, sie müssen daran denken zu atmen - so wie wir Menschen unter Wasser. Allerdings haben sie die Fähigkeit, eine Hälfte ihres Gehirns "abzuschalten", um sich ausruhen zu können. Die andere Hälfte des Gehirns denkt an das Atmen, achtet auf natürliche Feinde oder auf das Walbaby, wenn es ein Muttertier ist.

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Wovon ernähren sich Buckelwale?

Sie ernähren sich hauptsächlich von kleinen Krustentieren – die vom Aussehen her an Garnelen erinnern, ca. 5-6 cm lang sind – und mit dem Sammelbegriff "Krill" zusammengefasst wurden und von kleinen Fischen (z. B. Hering oder Makrele). Der Name Krill stammt aus dem norwegischen "kril" und bedeutet so viel wie "Walfutter". In den kalten arktischen und antarktischen Gewässern sind die Tierchen in großen, dichten Schwärmen zu finden. Buckelwale nehmen pro Tag bis zu einer Tonne Nahrung auf, während sie sich in den kälteren Gewässern eine dicke Fettschicht – genannt "blubber" – anfressen, von der sie dann in den Wintermonaten zehren, in denen sie sich in wärmeren Gewässern ohne großes Nahrungsangebot aufhalten.

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Fressen Buckelwale die Meere leer?

So argumentiert die japanische Walfanglobby, die behauptet, die Buckelwale würden uns die Fische wegfressen. Mit Verlaub: das ist Schwachsinn! Buckelwale sind nicht in der Lage, große und bei uns beliebte Essfische wie Thunfisch, Rotbarsch oder Lachs zu fressen, da ihr Schlund lediglich einen Durchmesser von 15-20 cm hat! Sollte bei einer Fangaktion ein größeres Tier ins Maul geraten, muss der Wal es wieder ausspucken, ansonsten könnte er bei dem Versuch, den großen Fisch zu verschlucken ersticken. Die einzigen Fische, die der Buckelwal frisst sind Hering und Makrele, die beide nicht zu den überfischten Arten zählen. Auch hier ist der Mensch die größte Gefahr, sich selbst die Nahrungsgrundlagen zu zerstören. 

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Wie jagen Buckelwale ihre Beute?

Buckelwale haben verschieden Jagdmethoden entwickelt – manchmal schwimmen sie einfach durch die großen, dichten Krillschwärme mit offenem Maul hindurch und nehmen dabei Tonnen von Wasser und Krill mit auf. Um solche Massen im Maul aufnehmen zu können, dehnen sich die Kehlfurchen aus, so dass ein beachtlicher Kehlsack entsteht. Das sich im geschlossenen Maul befindende Wasser presst der Wal mit seiner bis zu 2 Tonnen schweren Zunge durch die so genannten Barten hindurch, wobei sich die kleinen Krebstierchen in den Barten (Was sind Barten?) verfangen und dann geschluckt werden.

Bei Buckelwalen wurde eine ganz besondere Methode beobachtet: Manchmal schließen sich vier bis sechs Tiere zusammen, tauchen ab und umkreisen einen Fisch- oder Krillschwarm. Beim Umkreisen und langsamen Auftauchen an die Oberfläche lassen die Wale Luft ab, so dass ein "Netz" aus Luftblasen entsteht. Was anfangs nur wie ein Kreis aufsteigender Luftblasen aussieht, entpuppt sich schnell zu einem spektakulären Ereignis, wenn auf einmal mehrere Buckelwale mit offenem Maul auftauchen und die im "Netz" gefangenen Fische oder Krill aufnehmen.  

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Was sind Barten?

Barten sind hornige Platten, die von beiden Seiten des langen Oberkiefers herunterhängen. Die Zahl der Barten ist von Art zu Art unterschiedlich, bei Buckelwalen sind es in etwa 250-450 Stück, die ca. 60-90 cm lang sind. Sie bestehen aus einem ähnlichen Material wie die Fingernägel bei uns Menschen oder die Außenseite des Horns beim Rind. Die Barten sind lamellenförmig angeordnet und filtern die aufgenommene Nahrung aus dem Wasser, welches aus dem geschlossenen Maul gepresst wird. Die Nahrung verfängt sich an den borstenartigen Enden und wird dann geschluckt.

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