2010-02-28 Tsunami Abenteuer

Foto Das Rettungsteam kurz nach dem Tsunami
Foto Hokumoanalani nach dem Tsunami

Kein Signal, keine telefonische Kontaktaufnahme mit Maui möglich und eine Email, die uns mitteilte, dass die Boje vom Tsunami losgerissen wurde und nun nördlich treibt... mit diesen Informationen und dem Wissen, dass ein Verlust der Boje das Ende von Whalesong bedeuten würde, bin ich gegen 1 Uhr heute Nacht ins Bett gegangen...

Heute Morgen dann die Erleichterung nach einem Telefonat mit Dan auf Maui. Den spektakulären Samstag auf Maui beschreibt er so: "Wir hatten heute ein großes Abenteuer mit unserer Boje 'Hokumoanalani'. Für den heutigen Morgen hatten wir einen Ausflug zur Boje geplant, um ein Feintuning der Soundqualität durchzuführen, doch dann wurden wir von Sirenen geweckt, die den Tsunami ankündigten. Am Fernsehen verfolgten wir, wie der Tsuanami Maui erreichte und als ich in einer Pause meine Emails checkte war da eine Nachricht von Jackie aus Kihei, die von einer nördlich driftenden Boje sprach...

Paulo Mendes und ich fuhren so schnell wir konnten über die Insel nach Kihei, in der Hoffnung sie sichern zu können, bevor sie angespült oder sogar verloren geht. Als wir ankamen wurde zum Glück die Warnstufe zurückgenommen, doch es waren weder Menschen noch Boote im Wasser. Strände und Strandparks waren immer noch gesperrt. Starke Strömungen und ungewöhnliche Veränderungen des Wasserspiegels waren noch deutlich zu erkennen. Shelly Stephens, unsere Taucherin stieß zu uns, ebenso Paulos Freund Nikos Los Banos mit seinem unglaublichen Hund Mana. Mana ist auf ganz Maui bekannt dafür, dass er es liebt mit Nikos zu surfen.

Mit einem Kajak und zwei Surfboards folgten wir der vor uns her schwimmenden Shelly zu der Boje. Eine heikle Situation wurde dann auf einmal irgendwie lustig, als Mana (der ein guter Schwimmer ist) die Ankerleine schnappte und mithalf, die Boje in Richtung des ursprünglichen Ankerplatzes zu ziehen. Mit großer Mühe und einer tiefen Schnittwunde bei Shelly gelang es uns, die Boje zumindest hilfsweise zu befestigen, bis wir bei einer neuen Ausfahrt mittels GPS den eigentlichen Ankerplatz ausfindig machen können...

Ich konnte einfach den Gedanken nicht ertragen, unsere geliebte Boje zu verlieren, nachdem so viele Helfer und auch ich so viel Zeit und Geld investiert haben, um euch die Walgesänge live zu übertragen. Zufrieden und erleichtert danke ich allen Helfern heute!"

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