Nahrung der Buckelwale

Wovon ernähren sich Buckelwale?

Sie ernähren sich hauptsächlich von kleinen Krustentieren – die vom Aussehen her an Garnelen erinnern, ca. 5-6 cm lang sind – und mit dem Sammelbegriff "Krill" zusammengefasst wurden und von kleinen Fischen (z. B. Hering oder Makrele). Der Name Krill stammt aus dem norwegischen "kril" und bedeutet so viel wie "Walfutter". In den kalten arktischen und antarktischen Gewässern sind die Tierchen in großen, dichten Schwärmen zu finden. Buckelwale nehmen pro Tag bis zu einer Tonne Nahrung auf, während sie sich in den kälteren Gewässern eine dicke Fettschicht – genannt "blubber" – anfressen, von der sie dann in den Wintermonaten zehren, in denen sie sich in wärmeren Gewässern ohne großes Nahrungsangebot aufhalten.

Fressen Buckelwale die Meere leer?

So argumentiert die japanische Walfanglobby, die behauptet, die Buckelwale würden uns die Fische wegfressen. Mit Verlaub: das ist Schwachsinn! Buckelwale sind nicht in der Lage, große und bei uns beliebte Essfische wie Thunfisch, Rotbarsch oder Lachs zu fressen, da ihr Schlund lediglich einen Durchmesser von 15-20 cm hat! Sollte bei einer Fangaktion ein größeres Tier ins Maul geraten, muss der Wal es wieder ausspucken, ansonsten könnte er bei dem Versuch, den großen Fisch zu verschlucken ersticken. Die einzigen Fische, die der Buckelwal frisst sind Hering und Makrele, die beide nicht zu den überfischten Arten zählen. Auch hier ist der Mensch die größte Gefahr, sich selbst die Nahrungsgrundlagen zu zerstören.

Wie jagen Buckelwale ihre Beute?

Buckelwale haben verschieden Jagdmethoden entwickelt – manchmal schwimmen sie einfach durch die großen, dichten Krillschwärme mit offenem Maul hindurch und nehmen dabei Tonnen von Wasser und Krill mit auf. Um solche Massen im Maul aufnehmen zu können, dehnen sich die Kehlfurchen aus, so dass ein beachtlicher Kehlsack entsteht. Das sich im geschlossenen Maul befindende Wasser presst der Wal mit seiner bis zu 2 Tonnen schweren Zunge durch die so genannten Barten hindurch, wobei sich die kleinen Krebstierchen in den Barten verfangen und dann geschluckt werden.

Bei Buckelwalen wurde eine ganz besondere Methode beobachtet: Manchmal schließen sich vier bis sechs Tiere zusammen, tauchen ab und umkreisen einen Fisch- oder Krillschwarm. Beim Umkreisen und langsamen Auftauchen an die Oberfläche lassen die Wale Luft ab, so dass ein "Netz" aus Luftblasen entsteht. Was anfangs nur wie ein Kreis aufsteigender Luftblasen aussieht, entpuppt sich schnell zu einem spektakulären Ereignis, wenn auf einmal mehrere Buckelwale mit offenem Maul auftauchen und die im "Netz" gefangenen Fische oder Krill aufnehmen.

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