Gefahren für Buckelwale
Der Buckelwal hat zwei natürliche Feinde: den Orca, auch Killerwal genannt und den Hai. Die weitaus größte Gefahr für diese Lebewesen geht allerdings vom Menschen aus:
Illegaler Walfang: Noch immer schlachten Norwegen und hauptsächlich Japan Wale zu angeblich wissenschaftlichen Zwecken. Das Fleisch landet oftmals jedoch in Restaurants oder wie es ein neuer Plan der japanischen Regierung vorsieht in der Schulkantine. Da muss die Frage erlaubt sein, was das mit Forschung zu tun haben soll!
Meeresverschmutzung: Die Speckschicht, der so genannte "blubber" ist nachweislich mit Dauergiften belastet, ein an der Nord- see gestrandeter Wal musste als Sondermüll entsorgt werden. Diese Dauergifte beeinträchtigen die Fortpflanzung der Tiere.
Lärmbelästigung: Zunehmende Lärmbelästigung stört die Navigation der Wale, sei es durch Explosionen unter Wasser bei der Suche nach neuen Erdöl- oder Erdgasvor-kommen, zunehmendem Schiffsverkehr oder durch die Erprobung neuartiger Sonar-systeme im tief- und mittelfrequenten Bereich. Hierbei handelt es sich um hochleistungsfähige Systeme zum Aufspüren leiser Schiffe oder U-Boote, die extreme Lautstärken von bis zu 235 db produzieren können: mit dem Navy Umrechnungsfaktor entspricht dies dem Pegel, der ca. 7 Meter entfernt von einer startenden Saturn V-Rakete herrscht!
Zum Vergleich: Für das menschliche Ohr wird es ab 85 db gefährlich. Laut Berufsgenossenschaft ist das Gehör ab 90 db auf Dauer gefährdet! Im Ohr befinden sich ca. 20.000 Haarzellen; eine durch zu hohe Lärmbelastung geschädigte Haarzelle zermürbt und stirbt ab. Schwerhörigkeit ist unheilbar, denn Haarzellen können nicht nachwachsen!
Wir unterscheiden 3 Hauptlärmquellen:
Boots- und Schiffsverkehr: In ihren Studien fand sie heraus, dass Wale ab 120 db Verhaltensänderungen an den Tag legen. Diesen Lärmpegel erreichen bereits kleinere Boote, wie sie hier auf Maui zuhauf unterwegs sind. Die Wale schwimmen 2 bis 3 Mal schneller als sonst, um dem Lärm zu entkommen. Supertanker, die mit ihren 190 db 3.200 mal (!) lauter sind, kündigen ihr Kommen unter Wasser bereits einen Tag vorher an!
Air guns: Diese werden von der Industrie eingesetzt, um Öl- und Gasvorkommen unter Wasser zu orten. In Zeiten knapper werdender Rohstoffe nimmt der Einsatz der so genannten 'air guns' dramatisch zu. Mit deren Hilfe wird mittels Sound der Meeresboden 'abgetastet'. Alle 5 Sekunden wird ein ca. 250 db lauter 'sound blast' abgesetzt. Hyrofone nehmen das Echo auf und somit lässt sich feststellen, ob sich Öl- oder Gas unter dem Meeresboden befinden. 250 db ist 3,2 Millionen mal lauter als 120 db und das Lauteste, was Menschen bisher an Lautstärke produzieren konnten (abgesehen von Dynamit). Momentan gibt es in den USA Bestrebungen, die gesamte US-Küste mit 'air guns' 'abzutasten'.
Sonar: Hier sind die hauptsächlich militärisch genutzten Sonarsysteme gefährlich: niedrig- und mittelfrequente Systeme, die leise U-Boote detektieren sollen. Die Normallautstärke ist hier 215 db: diese Lautstärke ist laut Navy-Angabe in einem Gebiet von 3,9 Mio. Quadratkilometern zu hören! Somit ist ein Sonartest im gesamten Nordpazifik hörbar. Das Problem hierbei ist, dass diese Test oftmals in Gebieten durchgeführt werden, in denen sich Wale befinden. So ist es nicht verwunderlich, dass es eine signifikante Zunahme von Walstrandungen gibt, die mit Sonarversuchen in Verbindung gebracht werden. Wie kann ich mir ein Sonarsignal vorstellen? Hört selbst!
Fischfangequipment: Losgerissene oder über Bord geworfene Fischernetze oder Langleinen, bestehend aus dünnen Kunststofffäden welche die Wale weder sehen noch orten können, sind eine große Gefahr. Immer wieder verfangen sich Wale, Delfine, Haie und andere Meerestiere und ersticken qualvoll.
Globale Erwärmung: Die Erderwärmung beeinflusst auch die Nahrungskette der Wale. Schmilzt die Eisdecke in der Antarktis, hat das zur Folge, dass es weniger Krill gibt und so Blauwale größere Gebiete für ihren Nahrungsbedarf absuchen müssen.
Überfischung: Etliche kommerziell genutzte Fischarten sind weitgehend überfischt, dass bedeutet ihr Bestand ist für die Zukunft gefährdet, da die einzelnen Arten nicht genügend Zeit bekommen sich zu reproduzieren. Hier wird somit aktiv in die Nahrungskette der Groß- wale eingegriffen und leider werden nur zögerlich Schritte eingeleitet, um die Fischerei nachhaltiger zu gestalten, mittels begrenzter Fang- quoten, um nur ein Beispiel zu nennen.






